XICöATL

XICöATL: Ausgabe 39-40

XICöATL Nr. 39-40, September 1998/Februar 1999
XICöATL Nr. 39-40

Die besten Arbeiten des 1. Wettbewerbs für Umweltfotografie XICöATL

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Vorwort

Vorderseite: "DIE KINDER SIND DIE ERDE" (Kinder: Ricardo Andrés Castro Y.) Foto: Jorge Alberto YEPES CAMELO. Santafé de Bogotá - KOLUMBIEN.
"Traumbild, auf welchem sich die Öde, die durch Erosion entstanden ist, und die lebendige Hoffnung des Kinderblicks vermischen und miteinander verschmelzen. Das Aufkeimen aus dem Inneren eines Wesens macht es möglich, daß sich der Welt eine neue Landschaft von Harmonie und Frieden zeigt, die das feindliche Bild ändert".

Innenseite: "Meine Suche nach natürlichen Schönheiten bringt mir "noch" lohnende Motive". Foto: Peter SCHABEREITER. St. Marein - ÖSTERREICH:

 

VORWORT
YAGE, Verein für lateinamerikanische Kunst, Wissenschaft und Kultur hat im Jahr 1997 den I. Wettbewerb für Umweltfotografie XICóATL durchgeführt. Die Wettbewerbsthemen waren:
- Umweltprobleme
- Lösungen für Umweltprobleme
- Künstlerische Fotografie zu einem ökologische Thema
Es nahmen 76 Personen teil, aus 16 Ländern. In dieser Sonderausgabe des Lateinamerikanischen Kulturmagazins XICóATL bieten wir eine Auswahl an repräsentativen Fotografien und Texten zu den wichtigsten Themenstellungen, die uns von den Teilnehmern in den drei genannten Bereichen vorgelegt wurden. Als Anhang bieten wir auch die Texte im Original sowie die Adressen der Teilnehmer, in der Hoffnung, auf diese Art und Weise zu einer produktiven, interkontinentalen Kommunikation unter kämpferischen Umweltschützern zugunsten des Schutzes und der Sanierung der Umwelt beizutragen.
YAGE hält für schulische und kulturelle Einrichtungen in Österreich und im übrigen Europa eine Wanderausstellung bereit, die eine Textauswahl und mehr als 250 Fotografien in Originalgröße umfaßt; alle Unterlagen wurden uns von den Teilnehmern überlassen. Jenen und allen anderen die zum Erfolg des Wettbewerbes und zur vorliegenden Publikation beigetragen haben, drücken wir nochmals unseren aufrichtigsten Dank aus.
Im YAGES Terminkalender haben wir - mit Hilfe unserer befreundeten Umweltschützer - vorgesehen, das nächste Jahrtausend mit einer nüchternen Umweltbestandsaufnahme durch die Verwirklichung des II. Wettbewerbs für Umweltfotografie XICóATL 2001 zu beginnen. Bis dann.

Dr. Luis Alfredo Duarte Herrera

JURY DES WETTBEWERBS:

Dr. Susanne Stadler Michael Mauracher Walkala

Dr. Susanne Stadler

Michael Mauracher

Walkala

IMPRESSUM:
Leitung, Koordination, Textzusammenfassungen in spanischer und portugiesischer Sprache: Dr. Luis Alfredo Duarte Herrera.
Übersetzungen: Mag. Irmgard Schentz, Renato Vecellio, Angelika Moser, Dr. Friedrich Frosch, Mag. Thekla Schirz, Mag. Ulrike Zomorrodian-Santner, Dr. Irene Thelen, Mag. Ingrid Mihelic, Regina Stammler, Luis Calix-Vindel, Dr. Luis Alfredo Duarte Herrera
Korrektur der deutschen Texte: Dr. Helga Tichy, Patrick Strobl
Konzept, Planung und Realisierung: Walkala

XICöATL ist eine zweimonatlich erscheinende Publikation von "YAGE". Die Texte sind Erstveröffentlichungen. Alle Publikationsrechte gehören den Autoren.

E-Mail: euroyage@utanet.at

Unsere Adresse:
MOOSSTR. 7/18
A-5020 SALZBURG
Tel + Fax: (++43+662) 82 50 67

Joe Narvaez Mealla

José NARVAEZ MEALLA
Tarija - BOLIVIEN
"EROSION IM ZENTRALEN TAL VON TARIJA"

DAS GEBIET:
Die Gegend des Tals von Tarija (Bolivien) hat 120.000 Einwohner und umfaßt ein Gebiet von 344.527 Hektar. Es ist ein fossilienhaltiges Gebiet, das von den Koordinaten 21°13' bis 22°05'30''südlicher Breitengrad und 64°25' bis 65°05' Längengrad westlich von Greenwich reicht. Höhe: 1.874 m. über Meeresspiegel. Klima: gemäßigt warm, mäßig trocken, mit zwei Jahreszeiten: eine feuchtwarme von Oktober bis April und eine trockene kalte von Mai bis September. Temperatur: Jahresmittel: 17,8°C, mittleres Maximum: 26,1°C, mittleres Minimum: 9 und 6°C. Niederschläge: Jahresmittel: 603,5 mm (vor allem in den Monaten zwischen November und März). Feuchtigkeit: die feuchtesten Monate sind Dezember und März mit einem Mittel von 68%. Maximale Feuchtigkeit: 70%; minimale Feuchtigkeit: 50% (August). Böden: physiographisch über neuzeitlichen Aluvialschichten mit Relief gelagert. Die Böden sind an der Oberfläche mäßig tief und an den Rändern von Flüssen, Klammen und Abhängen angelagert. Konsistenz: feiner und mittlerer Lehmboden. PH-Wert: 6.1, 5.5, 7.1 und 6.3. Die Erosionsböden sind von lehmiger Konsistenz.
VEGETATION:
Subtropisch, Vorgebirgsgürtel von trockenem Wald. Wenig xerophytischer Wald, natürliches Weidegebiet. Einheimische Baumarten sind verschiedene Arten von Johannisbrotbaum (Prosopi alba und nigra), Akazien (Acacia cavenia, visca und aroma), Peruanischer Pfefferbaum (Schinus molle) und Chañar (Geofroea decorticans). An Sträuchern gibt es Taquillo (Prosopi alpataco), Chilca (Baccharis sp), Ediondilla (Centrum sp) und Chamico (Datura ferox). Außerdem gibt es verschiedene Arten von Kräutern (Eleunise, Sentaria verticillata, Cydonon dactylon, Tribullus terrestrius, Polygonum Convolvulos und Agropzoronrepens sp).
DAS PROBLEM:
Bis zum Jahr 1965 herrschte im Gebiet der Studie ökologisches Gleichgewicht: eine reiche und dichte natürliche Vegetation und eine vielfältige Fauna. Der Kahlschlag und die Brandrodung des xerophytischen Waldes und anderer Vegetation, der Ackerbau jenseits der Kapazität des Bodens, die Überweidung und übermäßige Ausbeutung der natürlichen Ressourcen seitens kleiner Unternehmen, die ohne jegliche Planung arbeiten, haben - unter anderem - zum traurigen aktuellen ökologischen Zustand der Region, zu Nahrungs- und Energiemangel geführt.
Es gibt verschiedene Phasen von Erosion in diesem Gebiet: von Böden, die aufgrund von Wasser nur leicht verändert sind, bis zu völlig kahlen Böden mit tiefgehender Erosion, welche eine sterile und trostlose Landschaft mit Gräben und Furchen, Rinnsalen und Wassergräben bilden. Die Erosion hat auch die Verwendbarkeit des Bodens völlig verändert. Die Oberschicht des Bodens ist verschwunden und die Unterschicht, welche viele Gräben aufweist, liegt offen.
Die erodierten Böden sind im größten Teil der Region arm an Nährstoffreserven. Abgesehen vom Wasser fungiert auch der Wind als Erosionsmittel, indem er die feinen Erdpartikel abträgt, besonders in der Trockenperiode (August/September) und etwas weniger stark zwischen Mai und Juli. Man kann in der Gegend häufig Staubwolken beobachten.
ÖKOLOGISCHE EMPFEHLUNGEN:
- Eine ausführliche ökologische Studie des Gebiets ist noch notwendig
- Die am meisten geschädigten Flächen sollen mit einheimischen Arten wiederaufgeforstet werden
- Erhaltung und Ausweitung der wenigen xerophytischen Wälder und Weiden, die noch verbleiben
- Bepflanzung der Hänge mit passenden Arten (Johannisbrotbäume, Akazien, Pfefferbäume, etc.) und einheimischen Gräsern.
- Bildung von Terrassen und dichte Bepflanzung ihrer Ränder
- Dichte Hangbepflanzung mit Johannisbrotbäumen und Kräutern
- Kleine Landstücke mit Steinen oder Dämme in kleinen Flußbetten mit dem Ziel, Biotope und Fischzucht anzulegen
- Umleitungsrinnen um zu vermeiden, daß Schüttmaterial in Wassergräben fällt. Auffüllung und Festigung letzterer
- Umfriedung von Gebieten mit lebenden Zäunen
- Bewußtseinsbildung und alternative Arbeits- und Einkommensquellen für Bauern, um ein Fortschreiten der Abholzung, Brandrodung und des Abwanderns in die Städte zu verhindern
- Ausführung von Programmen und planmäßiger mittel- und langfristig finanzierter Entwicklung
- Appelle an die internationale und nationale Gemeinschaft, um Bewußtsein zu schaffen und eine Problemlösung anzustreben.

Lucía del Carmen Romero

Lucía del Carmen ROMERO
Managua - NICARAGUA
"DEM VULKAN "CERRO NEGRO" TROTZEN" Ein Wiederaufforstungsprojekt.

Der Vulkan "Cerro Negro" befindet sich in der Vulkankette der Kordillere von los Maribios am Pazifik, 17 km von León entfernt. Geschichtlich betrachtet ist der "Cerro Negro" der Vulkan mit den meisten Eruptionen in Nicaragua; dabei verursachte er den Landwirten, die an seinen Abhängen wohnen, sowie den Bewohnern der Stadt León Probleme.
An den Abhängen und etwas weiter abseits, haben die Sandschichten eine Höhe von bis zu 5 Metern erreicht, was auf die ständigen Ausbrüche zurückzuführen ist. Daher wird die Landschaft von Sandflächen beherrscht, die durch kleine, grüne Flecken eines verschwundenen den Hügel umgebenden Waldes geschmückt werden, wobei nur einige Baumwipfel hervorstehen.
DAS GEBIET: Erhöhungen, die von 300-500 Meter über dem Meeresspiegel reichen; eine Topographie von Ebenen und Bergabhängen, die bis zu 90% erreichen; die Niederschläge variieren zwischen 1200 und 1500 mm im Jahr; die Temperaturen betragen zwischen 22° und 33°C; die Böden sind zum Großteil sandig.
Wegen dieser Bedingungen und der ständigen Eruptionen sind diese Gebiete nur für die natürliche Regeneration, für den Schutz des vulkanischen Ökosystems und für die Wiederaufforstung geeignet.
Eine Gruppe von Siedlern, die zur "COPAFLE" (Genossenschaft der forstwirtschaftlichen Erzeuger von León) gehört, hat beschlossen, diesen drastischen Bedingungen durch die Wiederaufforstung zu trotzen, dazu erbaten sie 636 Hektar, mit dem Ziel, Eukalyptuswälder (Eucalyptus camaldulensis) in diesem mit Vulkansand bedecktem Gebiet zu pflanzen.

Das Ziel des Projektes ist es, Holz und Brennholz zu erzeugen, um den Markt von León zu beliefern und zur Verbesserung der überwiegend unwirtlichen Landschaft beizutragen. Im Jahre 1995 wurden 72 Manzanas (ca. 100 m x 100 m) angelegt und 90% der Pflanzen hielten die heftigen Angriffe der damaligen Eruption aus. Überaus begeistert setzte man weitere 270. Die Hoffnung der Bevölkerung ist es, diese schwarzen Sandwüsten zum Wohle der jetzigen und der zukünftigen Generationen in grüne Wälder zu verwandeln.
Die fachliche und finanzielle Unterstützung des Projektes "Los Malibios" läuft unter Aufsicht der PNDR/FAO/HOLLANDS.

Jorge Alberto Yepes Camelo

Jorge Alberto YEPES CAMELO
Santafé de Bogotá - KOLUMBIEN
"KINDER UND NATUR"

Wie einige andere tropische Länder hat Kolumbien das Glück, noch über eine üppige Schönheit der Natur zu verfügen, mit einer unendlichen Artenvielfalt an Flora und Fauna. Diese privilegierte Stellung verpflichtet uns der ganzen Welt gegenüber, das Bewußtsein der Menschheit für die dringende Notwendigkeit zu wecken, die Rohstoffe aus der Natur zu schätzen, zu bewahren und maßvoll mit ihnen umzugehen, die ja zum schlecht bezeichneten "Wohl der Zivilisation" in immer höherem Maße angegriffen und dezimiert werden.
Unsere vorrangigste Pflicht ist es, den Kindern und Jugendlichen eine neue Lebensphilosophie gegenüber der Umwelt einzuprägen, den Respekt und die Liebe, die wir der Erde schulden, die Pflicht, das, was uns bleibt, mit Sorgfalt zu bewahren, und das Verlorengegangene wiederzugewinnen ...

"KINDER SIND DAS MARK DER NATUR" (Mädchen: Ingrid Constanza Ramírez) Flora, Fauna und Gestein sind das Zuhause des Menschen. Vom Willen, diese Elemente zu pflegen und zu bewahren, hängt seine Existenz ab.

"INNERE NATUR EINES KINDES" (Kind: Juan Camilo Castro Y.)
Die Form ist der Inhalt, der Inhalt ist die Form; die Natur ist der Mensch, der Mensch ist die Natur ...

"ANKLAGENDE AUGEN" (Kind: Juan Camilo Castro Y.)
Augen, die das unwiderrufliche Recht verkünden und beanspruchen, ein volles Leben in der Umgebung zu genießen, in die uns Mutter Erde in ihrem weisen Schaffen geboren hat. Wir können unseren Kindern nicht eine öde und kalte Welt weitergeben als Konsequenz unseres Unwissens im Umgang mit den Gütern, die uns die Natur darbietet.

Literaturwerkstatt aus Montevideo

"LITERATURWERKSTATT AUS MONTEVIDEO"
Leitung: María Esther STUART
Montevideo - URUGUAY
"DIE NOT ... IST SEHR TEUER"

Ein rhythmisches, langsames, unerbittliches Tock-tock des Metalls auf dem Asphalt. Bei Tag und bei Nacht. Im Winter und im Sommer. Ein Mensch, ein Pferd, ein Wagen und das Elend vereint. Ein unvermeidliches Bild unseres Montevideos.
HURGADORES (Müllsammler): Das ist der offizielle Name jener Einwohner, die ihre privaten Wirtschaftsprobleme mit dem systematischen Sammeln des Hausmülls der wohlhabendsten Leute lösen. Eine Alternative in einer Welt ohne Alternativen. Sie gründeten ein Gewerbe, das heute durch Gesetze der Verwaltung geregelt ist, die ohne Fragen befolgt werden. Es ist eine harte Arbeit ohne Hoffnung und Trost. Eine harte Arbeit, mit der sie, ohne es zu wollen, zur UMWELTVERSCHMUTZUNG beitragen.
Diese Arbeit verursacht eine große soziale und ökologische Wertminderung, zu der Kinder und Minderjährige am aktivsten beitragen. Sie hinterlassen uns einen bitteren Nachgeschmack einer UNSOLIDARISCHEN GESELLSCHAFT, die unfähig ist und schließlich, diese verkommene Art des Lebensunterhaltes akzeptieren und sich daran gewöhnen wird.
Man geht davon aus, daß ca. 3.500 Familien von "Hurgadores" in der Sammlung und "Trennung" von Müll in Montevideo und Umgebung arbeiten. Ihr Einkommen übersteigt keine 280 Dollar pro Monat. Diese Summe ergibt sich aus dem Verkauf von Karton, Papier und Glas an Firmen, die diese Materialien wiederverwerten, aus dem Verkauf von anderen Produkten auf Märkten, der Schweinezucht - die Haupttätigkeit der "Hurgadores" - und anderen Gelegenheitsarbeiten, wobei man den menschlichen und tierischen Verbrauch (Pferde, Hunde...) noch hinzurechnen muß.
Die größte Verantwortung trifft den Staat, der keine Abfallbeseitigungsanlage errichtete, wo die "Hurgadores" dort arbeiten könnten. Aber auch die Gesellschaft als Ganzes ist mitverantwortlich mit ihrem Mangel an ökologischer Bildung, ihrer Gleichgültigkeit, mit der Eingliederung dieser Aktivität in die Gebräuche und das "Brauchtum" der Stadt. Tagtäglich sieht man die Wägelchen vorbeifahren, in denen die Kinder aus den Säcken irgendeine Frucht oder schlechte Nahrungsmittel herausholen, kurz, irgendetwas, das sie verkaufen und womit sie ihre Not lindern können.
Was haben die "Hurgadores" in ihren Wägen? Nach einer kürzlich durchgeführten Erhebung folgende Abfälle:
Nahrungsmittel (62,4 %), Plastikmüll (11%), Papier und Karton (9,7%), Wegwerfwindeln (6,7%), Glas (3%), Metall (2%), Stoffabfälle (1,8%), Blech (1,6%), andere (9,3%).
Am meisten betroffen von dieser Aktivität ist das Ökosystem: unserer Lebensqualität

Eloi Cucit und Mónica Diaz

Eloi CUCIT und Mónica DIAZ
Reconquista - ARGENTINIEN
"DER WALD ALS NAHRUNGSQUELLE FÜR MENSCH UND TIER"

Die ehemaligen Bewohner des Urwaldes im Chaco waren große Kenner der Ressourcen des Waldes und sie verwendeten sie im Einklang mit der Natur. Das Vorrücken der landwirtschaftlichen Grenze und die vernunftwidrige Abholzung ließen sie diese Kultur und deren Ressourcen verlieren. Sie wurden zu einträglichem Anbau für den Markt gezwungen, was ihnen derzeit das wirtschaftliche Überleben nicht sichert und gleichzeitig treiben sie schwerwiegenden und nicht umkehrbaren Raubbau an den natürlichen Ressourcen.
Das INCUPO (Institut für Volkskultur) in Reconquista führt seit September 1996 ein positives zweijähriges Projekt durch. Es handelt sich um eine "teilhabende Diagnose" über die Nahrungsressourcen des Waldes im Chaco als Beitrag zum ländlichen Entwicklungsplan der daran beteiligten Gemeinschaften.

ZIELSETZUNGEN DES PROJEKTES:
- Zu den Kenntnissen und zur vernünftigen Verwendung der Nahrungsressourcen der heimischen Wälder beitragen.
- Mit den Gemeinschaften der Urbevölkerung, der Kleinbauern und der Landarbeiter folgende Methoden erproben:
- die "teilhabende Diagnose"
- die Regeneration und Erneuerung der Wälder
- die Ernte, Verarbeitung und Konservierung von Nahrungsprodukten aus dem Wald
- die Verwendung der Ressourcen für die Ernährung von Mensch und Tier
- solche, die die Ausarbeitung von Zukunftsplänen zulassen, welche zur Entwicklung der ländlichen Gemeinschaften beitragen.
ERHOFFTE ERGEBNISSE:
- Bewahrung der Kenntnisse des Volkes
- Neubewertung derselben durch Konfrontation mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen
- Verbesserung der menschlichen Ernährung und Gesundheit
- finanzielle Erträge: beim Einsparen durch Eigenverbrauch und beim Verkaufen von Überschüssigem mit Mehrwert
- Bewahrung und die Vergrößerung der Artenvielfalt und der Ökosysteme.
FOTOS:
a.- und b.- "FRÜCHTE DES ÑANGAPIRI - aus denen dann Marmeladen und Süßspeisen hergestellt werden".
c.- "MBURUCUYA- FRUCHT" zur Herstellung von Süßspeisen
d.- "FRUCHT DER TUNA-PFLANZE".
e.- "MÄDCHEN beim Ernten des Johannisbrotes, woraus Mehl zum Verzehr gewonnen wird".
LANDKARTE:
Aktionsgebiet des Projektes. Der Urwald des Chaco, das zweitgrößte lateinamerikanische Waldsystem nach dem des Amazonas. "El Chaco" halbtrocken und halbfeucht, ist 61 Millionen Hektar groß und wird von 1,2 Millionen Menschen bewohnt.

Juan Eduardo Marti

Juan Eduardo MARTI
Mendoza - ARGENTINIEN
"NEHMET HIN UND TRINKET ... NEIN DANKE!"

Von Reinigungsmitteln aus einer Fabrik verseuchtes Wasser.
" ... "
" ... "
Die Fabrik im Hintergrund ist "Portland-Zement", deren Schlote die Luft stark verschmutzen ... Der Abfall, den man im Vordergrund sieht, wird von verantwortungslosen Leuten in ihrer Umgebung abgelagert. Hohe Tiere und kleine Leute im Chor gegen die Gesundheit und Schönheit der Welt!
LÖSUNG: Eine entsprechende Gesetzgebung, die Geld- oder Gefängnisstrafen verhängt, die strikt eingehalten werden.

Mónica Diaz und Eloi Cucit

Mónica DIAZ UND Eloi CUCIT
Reconquista - ARGENTINIEN
"DER PROBLEMATISCHE BACH MEINER STADT"

Reconquista hat 65.000 Einwohner und der Stadtkern nimmt 600 ha ein. Das Gebiet von Reconquista wird vom Bach "El Rey" umflossen, der seinerseits in den San Jerónimo-Fluß mündet, welcher ein Arm des Río Paraná ist.
Die Stadt, ihre Bevölkerung und die Natur sind durch Industrie- und Kloakenabflüsse, die sich in den "El Rey" ergießen, stark in Mitleidenschaft gezogen. Eine der schwerwiegendsten Folgen ist die schädliche Auswirkung auf die Qualität des Trinkwassers. Die Wasserentnahme für die Stadt Reconquista befindet sich an der Mündung des Baches in den San Jerónimo-Fluß (siehe Kopie des Satellitenfotos). Das Unternehmen, das die Trinkwasseraufbereitung durchführt, muß bis zu vier Mal mehr als üblich Natriumhypochlorid zur Desinfektion hinzufügen, wenn die Wassermenge des "El Rey" überwiegt.
INDUSTRIEABWÄSSER: Sie stellen das schwerwiegendste Problem dar, da wir im Industriepark und im angrenzenden Gebiet sehr unterschiedliche Industrien haben. Die Behandlung der Rückstände, wie sie in den jeweiligen Fabriken gehandhabt wird, ist unvollkommen und die "behandelten" Abwässer werden in den "El Rey" geleitet. So auch jene der Nachbarstadt Avellaneda. Zu den Fabriken, die "El Rey" am meisten verschmutzen, zählen wir:
- Eine Kühlschrankfabrik, die organische Rückstände und Fette abläßt
- Zwei Ölfabriken, die ätzendes Soda und Öl ablassen
- Eine milchverarbeitende Industrie, die Reste von Molke abläßt
- Zwei Lederfabriken, die Gerbreste ablassen
- Eine Saftfabrik, die organische Rückstände abläßt.
Das Problem verschlimmert sich durch die komplexe Mischung, die sich zwischen den chemischen und den organischen Rückständen bildet.
KLOAKENABWÄSSER: Sie werden im Nordosten der Stadt unmittelbar in den Bach abgelassen. Im Frühling, im Sommer und im Herbst bläst der Wind vorwiegend von Nordosten nach Südwesten und transportiert dabei allen Gestank in den Stadtkern. Außerdem wurde der Bach "El Rey" als Klärgrube verwendet, was zur Ausrottung verschiedener Fischarten führte, die zuvor im Río Paraná sehr verbreitet waren.
FOTOS
a.- "MIT VOLLDAMPF". Ölfabrik, die Leben und Tod beim "El Rey" hervorbringt.
b.- Kloakenabfluß in den El Rey-Bach.
c.- und d.- Tote Fische infolge der starken Verschmutzung des Baches zwischen den Punkten 3 und 4 des Satellitenfotos.
e.- " UND MIT AUSREICHENDEN GRÜNDEN ...". Abfalldeponien an den Ufern des El Rey- Baches.

LANDKARTE AUS DER SATELLITENPERSPEKTIVE:
1. Wasserentnahme und Schnittlinie, wo der "El Rey" in den San Jerónimo-Fluß mündet.
2. Kloakenabflüsse der Stadt in den El Rey.
3. Industrieabflüsse in den El Rey.

Mário Bazzo

Mário BAZZO
Sao Paulo - BRASILIEN
"FOOD X FUEL"


....


Oh ... My God;

we burn;

we destroy;

we need!!!


Hernán Cristóbal Berrio

Hernán Cristóbal BERRIO
Armenia - KOLUMBIEN
"NAHRUNGSSICHERHEIT"

Das Ernten von Bohnen aus unserer Region, womit sich die traditionellen Bauern ernähren.
"DIE WACHSPALME, MUTTER DER PALMEN"
Die Wachspalme von Quindío ist für die Gemeinschaften der Urbevölkerung des "Valle de Cocora" im Bezirk von Quindío in Kolumbien sehr wichtig. Montage: Wachspalme auf einer weiblichen Brust, die die Mutterschaft der Erde symbolisiert.
"UNSER MAIS"
Für das Gleichgewicht der Welt ist die Artenvielfalt durch Verschiedenartigkeit von höchster Wichtigkeit.
"ARTENVIELFALT Nr. 1"
Wichtigkeit und Schönheit unserer natürlichen Ressourcen, ganz besonders des Nebelwaldes, Wasser und Leben hervorbringt.

Luis Villarroel

Luis VILLARROEL
Santiago - CHILE
"TÖDLICHE EXPLOSION"

Bei diesem Bild werden das Problem und die Folgen von gefährlichen Stromerzeugern, wie etwa den Atomkraftwerken, behandelt. Man braucht nur Tschernobyl als Argument gegen solche Anlagen.
"GESUNDE ELEKTRIZITÄT"
In diesem Bild wird das Problem: Strom ist nicht gleich Strom", behandelt.
Atom- und kalorische Kraftwerke sind ein großes Risiko, sei es durch die großen Mengen gefährlichen Atommülls, sei es durch die enorme direkte Verschmutzung, die sie verursachen.
Lösung: Die Regierungen sollten die Entwicklung und Nutzung alternativer, umweltfreundlicher, nicht verschmutzender Stromerzeugung fördern (Sonnen-, Wind-, Gezeitenenergie)
"TRAFFIC IS DEATH!"
Diese Foto zeigt auf, was passiert, wenn es immer mehr Autos gibt: Unsere Bäume sterben und unser Planet auch. Autoabgase sind die Verursacher von Waldsterben, Treibhauseffekt, Zerstörung der Ozonschicht, um nur einige Umweltprobleme zu nennen.
Lösung: Weltweite Verwendung von Katalysator-Autos, Verbot von Fahrzeugen ohne Katalysator. Förderung von nicht verschmutzenden Verkehrsmitteln wie Rad, Solarautos etc.

Luis Felipe Calix Vindel

Luis Felipe CALIX VINDEL
Tegucigalpa - HONDURAS
"MANGROVENWÄLDER UND DIE ÖKOLOGIE IN HONDURAS"

"Die Mangrovenwälder: einzigartige Vegetation"
Die Mangroven wachsen entlang geschützter Küsten tropischer Regionen. Die Vegetation besteht aus Bäumen mit einer Höhe von bis zu 30 - 40 m, die den hohen Salzgehalt ihrer Umgebung verkraften können. Ein besonderes Merkmal der Mangrovenwälder sind die ausgeprägten Luftwurzeln, die das Wachstum im weichen, schlammigen Meeresboden ermöglichen.
"Rhizophora Mangle" oder "Rote Mangrove"
In den Mangrovenwäldern ändert sich das Landschaftsbild alle 6 Stunden von Grund auf. Während der Ebbe gehören sie zum Festland. Krebse und Reiher beleben dann den weichen Schlamm. Nach 6 Stunden steigt das Wasser bis zu 3 m. an, und die Flut überschwemmt die Luftwurzeln der Mangroven. Während dieser Zeit strömen Millionen von Fisch-, Schrimps- und anderen Larven auf der Suche nach Nahrung in die überfluteten Wälder. Einige ernähren sich von sich zersetzenden organischen Stoffen, andere sind Pflanzen- bzw. Fleischfresser. Auf diese Weise konnte die Natur ihr Gleichgewicht über Millionen Jahre halten.
"Die Gier weniger, die Ignoranz und die Bedürfnisse vieler stören die natürliche Ordnung"
Die Mangrovenwälder liefern zum einen Holz für den Hausbau, zum anderen den Brennholz für die heimische Bevölkerung. Die große Mehrheit der entlang der Küste lebenden Bevölkerung kocht heute noch mit Mangrovenholz. Aber auch die Salzgewinnung, Bäckereien und die Ziegelfabriken verbrauchen dieses Brennholz in großen Mengen.
Aufgrund des Rohstoffreichtums dieser Wälder und überhaupt des ganzen Ökosystems des Watts wird mit den Früchten der Natur oftmals sehr sorglos umgegangen. Die Rindensammler fällen zum Beispiel einen Baum, um aus seiner Rinde Gerbsäure zu gewinnen, lassen den Stamm aber ungenützt im Wald zurück. Dadurch wird die natürliche Regeneration des Mangrovenwaldes erschwert.
Alle tragen zur Zerstörung der Mangroven bei, aber nur wenige sorgen sich um die Wiederaufforstung. In den Mangroven entlang der honduranischen Pazifikküste wurden bis 1987 nur 2,8% der ursprünglichen Waldfläche wieder aufgeforstet.
"Allem zum Trotz"
Juan Angel Ortiz (63) zeigt mit tiefer Besorgnis aber großem Stolz die Resultate seiner Umweltbewegung. An diesem Ort hatten honduranische und ausländische Unternehmer eine ca. 150 ha. große Schrimpsfarm errichtet, die schließlich 1995 von den BewohnerInnen vierer Dörfer, angeführt von diesem bescheidenen, aber tapferen Fischer, vertrieben und deren Teiche zerstört wurden.
Mit großem Enthusiasmus erzählt Herr Juan den Hergang der Vertreibung, betont aber gleichzeitig die Schwierigkeiten bei der Beseitigung der Schäden. SchülerInnen, Frauen und einige Männer forsteten gemeinsam 15 ha. des verlorenen Waldes wieder auf. Sein größter Stolz ist, daß er es geschafft hat, seine Leute zu organisieren und in der Bevölkerung ein zuvor nicht vorhandenes ökologisches Bewußtsein geschaffen zu haben.
"Das Salz zur täglichen Tortilla"
Eine der wirtschaftlichen Aktivitäten, die hilft, den Druck auf das Ökosystem der Mangroven zu reduzieren, ist die solare Salzgewinnung. Im allgemeinen wird das Salz in einfachen Öfen von geringer Brennwirkung ausgekocht. Man schätzt, daß für die Gewinnung von 1 Tonne Salz ca. 3,5 t. Brennholz benötigen werden, das zumeist aus Mangrovenwäldern stammt.
Zum Glück hat die solare Salzerzeugung Verbreitung gefunden: Sie hilft nicht nur das ökologische Problem zu lösen, sondern schafft auch Arbeitsmöglichkeiten in einer der ärmsten Gegenden Honduras.
Dieses Bild zeigt den Betrieb von 16 Familien, die eine nachhaltige Form der Rohstoffgewinnung in den Mangrovenwäldern gefunden haben.

Sigrid und Martina Spring

Sigrid und Martina SPRING
Kuchl - ÖSTERREICH

"PARIS: TRADITION, GESCHICHTE, ARCHITEKTUR, IMMER EINE REISE WERT!"
Aber die fortschreitende Luftverschmutzung ist nicht nur für alle Lebewesen problematisch, sonder auch für Kunst- Bauwerke.

Nicolás Cosio Sierra

Nicolás COSIO SIERRA
Havanna - KUBA
"FÜR EIN UMWELTFREUNDLICHES KUBA"

Die IV. Legislative der Nationalversammlung der Volksmacht hat soeben das "Umweltgesetz" approbiert. Zu den Prioritäten des genannten Gesetzes zählen:
- Einsatz um die Bodenqualität zu verbessern. Ca. 60% der Böden weisen irgendeine Art von Schädigung durch Erosion, schlechte Entwässerung und/oder Versalzung auf,
- Verbesserung der Qualität des Wassers für die Bevölkerung,
- Verbesserung des Umgangs mit und der Nutzung von natürlichen Wäldern,
- Schutz der Grundwasservorräte,
- Ausmerzung der 2.194 verzeichneten verseuchten Quellen,
- Einführung von Strategien zur Bewahrung und zu verträglicher Nutzung der Artenvielfalt,
- Bewahrung des biologischen Erbes von Kuba,
- Steigerung der sozialen Disziplin und bessere Befolgung der geltenden Gesetze.
"HART ARBEITEN GEGEN DIE DISZIPLINLOSIGKEIT DER GESELLSCHAFT"
Der Umweltschutz wird nicht mit Repressalien bewerkstelligt, sondern durch Erziehung. Umweltkultur in der Bevölkerung von frühester Kindheit an fördern, Gewohnheiten und Verhaltensformen beibringen, die von Liebe zur Umgebung geprägt sind, in der man geboren wurde und lebt. Es ist alarmierend, daß Wasser und Luft heutzutage krankheitserregend anstatt Leben spendend sind.
"HÄUSER, DIE MAN IM RAHMEN EINES GROßEN UMWELTERZIEHUNGSPROGRAMMS HERZURICHTEN BEGINNT"
"BUCHVERKÄUFERIN"

Diese kundige Frau verkauft Bücher in der Altstadt von Havanna, und während sie ihre Zigarre raucht, spricht sie über Lezama Lima und Carpentier. Aber nicht nur das ... sie verkauft auch Bücher und spricht über die ökologische Zukunft der Welt.

Angelika Moser

Angelika MOSER
Innsbruck - ÖSTERREICH
"HERBSTFRUCHT"

Herausforderungen für die Menschheit des 21. Jahrhunderts auf dem Lebensmittelsektor:
- Veränderungen des Bewußtseins des Menschen in seiner Beziehung zu den Tieren, den Pflanzen und der Natur.
- Eine ausreichende und effiziente Verteilung der Lebensmittel.
- Rückkehr zu einer vollwertigen und biologischen Ernährung.
- Vorantreiben an einer vegetarischen Ernährung.
- Einstellung der industriellen Tierproduktion.

José Molina Garay

José MOLINA GARAY
Cali - KOLUMBIEN
"EIN BLICK AUF DIE UNSCHULD"

Carmen und Celio leben zusammen mit ihrem Sohn Alfredo und "Zorro", ihrem Hund, auf einem bescheidenen Bauernhof und "hüten" den Boden anderer. Sie haben keinen Besitz, keines so genannten "Menschenrechte", keine Versicherung, keine Zukunft, absolut nichts, was von ökonomischem Wert wäre ... Sie haben nur Arbeit und Verpflichtungen. Wie diese, so leiden Millionen Familien auf der Welt unter der gleichen Umweltkatastrophe. Ist nicht die gegenwärtige Verteilung des Landes und der Güter, die die menschliche Arbeitskraft produziert, eines der wichtigsten ökologischen Probleme dieser Welt?

"DIE WICHTIGSTE VERSCHMUTZUNG IST IM HERZEN DER MENSCHEN"

"DAS FOTO IST MIR WURSCHT". HERZLICHST, ZORRO.

"GUTE MIENE IN SCHLECHTEN ZEITEN"

"UNSCHULDIG? SCHULDIG? WORAN?"

Peter Schabereiter

Peter SCHABEREITER
St. Marein - ÖSTERREICH
"NOCH UNBERÜHRTE NATUR"

Eine intakte Umwelt kann nur dann bestehen, wenn der Mensch so wenig wie möglich in die noch unberührte Natur eingreift. Es ist schon genug geschehen und irreparable Schäden wurden Landschaften und Lebensräumen von Wald- und Wildtieren zugefügt. Man kann nicht mehr zurückgehen und die Schäden beseitigen, indem man das Ökosystem wieder künstlich aktiviert.

Paul Ortega Astudillo

Paul ORTEGA ASTUDILLO
Quito - EKUADOR
"AUF DEN GALAPAGOS INSELN"

"ERMÖGLICHT ES MIR, IN RUHE WEITER ZU LEBEN" Kleiner Seewolf bei seiner Mutter

"GLÜCKLICHERWEISE KÖNNEN WIR DIE WELT NOCH IMMER MIT UNSEREN GESÄNGEN ERFREUEN"

"VON DIESEM WEITENTFERNTEN PUNKT DES PLANETEN EIN GRUß AN ALLE FREUNDE" Seewolfbaby

Juliane Laubichler

Juliane LAUBICHLER
Salzburg - ÖSTERREICH
"DOMINIKANISCHE REPUBLIK: ZWEI EXTREME LEBENSWEISEN AUF EINER KLEINEN INSEL"

Diese modernen, großzügigen vier- bzw. fünf-Stern Ferienclubs errichteten großteils ausländische Kapitalisten. Der Energieverbrauch dieser Anlagen ist sehr hoch, hingegen lebt ein Teil der einheimischen Bevölkerung in Armut und ohne Energieversorgung.

Teresa Guzzonato

Teresa GUZZONATO
Santa Fe - ARGENTINIEN
"FREUNDSCHAFT SCHLIEßEN AN DEN UFERN DES PARANÁ"

Isabel Cristina Arroyo Calvo

Isabel Cristina ARROYO CALVO
San José - COSTA RICA
"WIR SIND ZERBRECHLICH, GEBEN WIR UNS EINE CHANCE"

"Die Umweltzerstörung, Verschmutzung, Verseuchung, das Fehlen einer sozialen Entwicklung machen uns verletzlich, schränken das materielle und geistige Wachstum der Menschen ein. Wenn man nicht die richtigen Maßnahmen ergreift, dann werden Karina und ihre Freundinnen nicht genügend wachsen können. Tun wir es doch schon!"

María Alejandra Curbelo Cal

María Alejandra CURBELO CAL
Atlántida - URUGUAY
"VORÜBERGEHEND BEI MEINEM FREUND, DEM MENSCHEN"

Diese patagonischen Pinguine habe ich am See der "Fundación Mundo Marino" (Stiftung Meereswelt) in San Clemente del Tuyú - Argentinien, fotografiert. Die Fundación Mundo Marino errichtete eine Station für verletzte, erdölverklebte oder kranke Pinguine. Viele Leute kommen dorthin mit einem verwundeten Tier in einem Karton oder in Handtücher gewickelt und geben es in dieser gemeinnützigen Institution ab. Nachdem das Tier von Meeresbiologen untersucht wurde, wird es gepflegt oder bekommt die entsprechende Behandlung. Zu seiner eigenen Sicherheit wird es in einem Käfig untergebracht, wo es in Quarantäne bleibt, dann kommt es zum See, und wenn es wieder völlig gesund ist, wird es ans Meer zurückgebracht. Die Fundación Mundo Marino half den Behörden von Uruguay, als der Tanker San Jorge aufgelaufen war und sich Tausende Liter Rohöl an unsere Küsten ergossen und unsere Seehunde mit Öl verklebten. Auf der Isla de Lobos - eines der beiden größten Reservate für diese Tiere - gibt es eine Seewolfpopulation von mehr als 100.000. Das Massensterben wäre noch größer gewesen ohne den Beitrag der Fundación Mundo Marino und anderer. Ich möchte ihnen mit diesem Foto danken.

Mercy Jacqueline Vaca Castro

Mercy Jacqueline VACA CASTRO
Quito - ECUADOR
"BIOLOGISCHE GEMÜSEGÄRTEN IN FAMILIENBESITZ"

Die Bauern biologische Anbaumethoden lehren, wobei wieder uralte Erfahrungen eingebracht werden, wie der Einfluß der Mondphasen, die Mischkultur, der Einsatz von biologischer Bodenbewirtschaftung etc., indem man die Verwendung von Chemikalien (Dünger und Pestizide), welche der Umwelt schaden, einschränkt oder abschafft. Gesunde Nahrungsmittel herstellen, die die Ernährung der bäuerlichen Familien verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, führen das ländliche Entwicklungsprojekt UNIR-E, die Universidad Central von Ecuador und die Fakultät für Bodenkultur über den Agraringenieur Manuel Suquilanda, Professor für alternative Landwirtschaft, und seine Studenten im 5. Studienjahr ein Programm durch zur Verbreitung und Einführung von `Biologischen Gemüse- und Obstgärten in Familienbesitz' in den ländlichen Gemeinden im zentralen und nördlichen Teil der Provinz Pichincha, ganz in der Nähe der ekuadorianischen Hauptstadt Quito
FOTOS: Ein Tag auf dem Feld. Der Agraringenieur Manuel Suquilanda und seine Schüler vermitteln den Bauern ihre Kenntnisse über biologische Familiengärten.
Ein biologischer Gemüsegarten in Familienbesitz setzt die Technik der `Hügelbeete', biologischen Dünger und Mischkultur (Mangold, Karotten, Rüben und Koriander im selben Beet) ein.

Luis Rivas Alcocer

Luis RIVAS ALCOCER
Cochabamba - BOLIVIEN
"DIE AUFSEHERIN"
(Francisca Guzmán Rodríguez)
Die Aufseherin des Bürgermeisteramtes von Cochabamba (Bolivien) erfüllt u. a. folgende Funktionen im Umweltbereich:
- Sie kümmert sich um die tiefen Verflechtungen der Pflanzen, Blumen und Bäume, welche die Parks und Gärten der Stadt schmücken.
- Sie schützt die funktionelle Einheit des Ökosystems, welches auch die unbelebte Umwelt und die Mikroorganismen einschließt, die sich dort ansiedeln, und lenkt dabei eine "demographische Ökologie", die das Wachstum und die Reproduktion von Pflanzen und Tieren begünstigt, den gesunden Lebenskampf unter ihren Einzelwesen, die Überlagerung von Arten, etc.
- Mit viel Geduld kümmert sie sich persönlich um die Pflege der Landschaft mittels einer peinlich genauen Reinhaltung, so erreicht sie den Anblick eines wunderschönen Grüns in den Parks, wo die Träumer hingehen, um den schwindelerregenden Lauf der Zeit zu sehen und um ihrerseits den ersehnten Seelenfrieden zu finden.


Regina de Pascoal Sudaia

Regina de PASCOAL SUDAIA
Sao Paulo - BRASILIEN
"DIE NATUR ÜBERWINDET SCHRANKEN"

Dieser Baum befindet sich in der Avenida Padre Lebret im Stadtteil Morumbi in Sao Paulo. Er wächst aus einer großen Maueröffnung hervor. Bei der notwendigen Errichtung der Mauer nahm man auf den bereits dort stehenden Baum Rücksicht: er erhielt genügend Platz zum Überleben, um den Vorübergehenden weiterhin auf dem Gehsteig Schatten zu spenden.

Jorge Martinez Villaseñor

Jorge MARTINEZ VILLASEÑOR
Jiquilpan - MEXICO
"VORWARNUNG"

Ein Sack voll Müll auf dem Strunk eines umgeschnittenen Baumes ...
"NIEDER MIT DEN PFLANZEN! ES LEBE DER MÜLL!"
"ESSEN SIE, TRINKEN SIE, TRINKEN SIE, ESSEN SIE!"

Die jungen Leute antworten wie richtige Zombies auf diese Botschaften; ständig essen oder trinken sie irgend etwas, und das Schlimmste ist, daß sie nach einem Bissen von der Torte oder einem Schluck vom Erfrischungsgetränk alles überall auf die Straße werfen. Einmal fragte ich einen Arzt, warum sie essen, ohne Hunger zu haben, und trinken, ohne Durst zu haben, und er antwortete mir, daß sie die psychische Notwendigkeit verspüren, daß es ein Hunger sei, den sie von ihren Vorfahren "erbten", welche während der Kämpfe der mexikanischen Revolution entsetzliche Hungerjahre durchlebten und dieses beängstigende Erbe an ihre Nachkommen weitergegeben haben. Unabhängig von der Gültigkeit dieser These hat sich die Stadt - zu unserem Leidwesen - im eine grandiose Müllhalde verwandelt...

Jacobo Guevara

Jacobo GUEVARA
Santafé de Bogotá - KOLUMBIEN
"AUCH HIER HAT UNS DER `FORTSCHRITT' ERREICHT"

Kolumbien hat den zweifelhaften Stolz, einen der vielleicht größten Friedhöfe der biologischen Artenvielfalt zu besitzen, den je eine Nation auf der Erde geschaffen hat. Es ist ein Landstrich von mehr als 100 km Länge, einige Kilometer breit. Ursprünglich waren dort dichte Mangrovenwälder voll pflanzlichen und tierischen Lebens, auf dem Land und im Wasser. Heute ist das Gebiet nur mehr von Gespenstern und den sterblichen Resten der Mangroven bewohnt, die aussehen wie eine endlose Aneinanderreihung von Grabsteinen und Kreuzen.
Doch nicht alles ist negativ. Das Umweltverbrechen hinterließ als Erbe eine gerade Straße, auf welcher Sie, lieber Tourist, in Rekordzeit nach Barranquilla, an das "goldene Tor Kolumbiens" oder in der Gegenrichtung ins verführerische Santa Marta gelangen können, um zu versuchen, sich in einem der modernen und komfortablen Hotels von der Depression und vom Nervenschock zu erholen ... wenn Sie es können ...

Marina G. P. Clemence

Marina G. P. CLEMENCE
Vitória - BRASILIEN

Vitória (44 km2, 263.708 Ew.) ist ein wichtiger Atlantikhafen, Industriestandort und Hauptstadt des Bundesstaates Espírito Santo, Brasilien. Ursprünglich eine Insel, ist sie mit dem Festland durch sechs Brücken verbunden. Die "bessere" Gegend ist die Unterstadt, auf vielen Hügeln im Stadtbereich erstrecken sich Slums, wenn es auch darunter vereinzelt repräsentative Häuser gibt. Die Ufersümpfe wurden teilweise trockengelegt und von der armen Bevölkerung besiedelt. Die Strände im Einzugsbereich der Stadt sind durch Industrieabfälle und Haushaltsabwässer stark verschmutzt.
Der seit 1993 amtierende Bürgermeister begnügte sie nicht mit der traditionellen Besteuerung der umweltbelastenden Industrie, er initiierte ein Aufforstungsprogramm, ließ die Strände säubern und Parks anlegen. Sein Nachfolger führt diese Umweltpolitik fort. Ist auch noch viel zu tun, so bedeutet doch jeder Baum, jede blühende Blume, jedes saubere Stück Strand einen kleinen Sieg für Vitória (ein Name, der eigentlich "Sieg" heißt)
FOTOS: STRAND VON CURVA DA JUREMA - Unter Bürgermeister Paulo Hartung gesäuberter Strand mit Wiederaufforstung.
PRAÇA DOS NAMORADOS (PLATZ DER VERLIEBTEN) - Unter der Amtzeit Paulo Hartungs mit Bäumen bepflanzt.

Viviana Leija

Viviana LEIJA
Mexico D. F. - MEXICO

Die Entwicklung großer Städte begann mit der Niederlassung der Menschen in der Nähe von Gewässern wie Flüssen, Seen oder Meeren. In Mexiko-Stadt, ursprünglich von Wasser umgeben, haben die Menschen die Stadt beinahe mit Beton zugedeckt und so ihre eigenen Flüsse... von Autos geschaffen.
Wir können trotzdem noch Gegenden finden, wo das Wasser und seine Bewohner noch nicht verschwunden sind. Aber wir stoßen auf Nachlässigkeit, z. B. beim Kanal von Cuemanco im Süden der Stadt, wo Gänse neben dem Müll leben. Dieser Kanal verströmt durch den Müll einen widerlichen Geruch, der das Leben entlang des Wassers unmöglich macht. Um dieses Problem zu dokumentieren, stellte ich eine Bilderserie zusammen, die darstellt, wie Tiere inmitten dieses Mülls leben und sich ernähren müssen.

Kurt Ganglbauer

Kurt GANGLBAUER
St. Florian - ÖSTERREICH
"MOTORSPORT ... WOZU BRAUCHEN WIR MOTORSPORT?"

Lärmbelästigung! Umweltbelastung! Austoben für eine Minderheit! Verbieten wir den Motorsport in Österreich!!!

Maria Estela Pancieri

Maria Estela PANCIERI
Sitio Pancieri - BRASILIEN
"TRINKWASSERKNAPPHEIT"

Die hemmungs - und planlose Abholzung, bewirkte eine der schlimmsten gegenwärtigen und zukünftigen Bedrohungen von Natur und Mensch, die Trinkwasserverknappung.
"AUFFFORSTUNG UND BEGRÜNUNG DER QUELLGEBIETE"
Man ist sich bewußt, daß die einzige wirksame Neuorientierung in der Trinkwasserfrage die Aufforstung kahler Landstriche sein kann. Klarerweise würden die Resultate dieser Maßnahmen erst langfristig wirksam und die Quellgebiete wären vorderhand ihrem Schicksal überlassen. Deshalb versucht man in einigen Gebieten Brasiliens mit Erfolg eine recht einfache Lösung: Die Schaffung eines natürlichen, durchmischten Buschbestandes in Quellgebieten und an Flußufern, mit zusätzlicher Anpflanzung von Schößlingen niederwüchsiger Arten wie Bananenstauden und Yamswurzeln.

José Luis Vinueza Moreno

José Luis VINUEZA MORENO
Quito - EKUADOR
"EIN BUS, DER GIFTIGES AUSPUFFGAS ABGIBT"

Wir Einwohner von Quito leiden schon seit vielen Jahren unter den starken Auswirkungen der Verschmutzung, die durch die öffentlichen Verkehrsmittel entsteht. Der Bürgermeister der Stadt, Dr. Jamil Mahuad Witt, verfügte per Dekret, daß die Fahrzeuge, die mehr als 20 Jahre im Einsatz waren, aus dem Verkehr gezogen werden. Jedoch sind die "neuen" Modelle, die uns die Industriestaaten verkaufen, arge Umweltverschmutzer und haben keinen Katalysator.

Rosa Yaegashi Hainfellner

Rosa YAEGASHI HAINFELLNER
Cotia SP - BRASILIEN
"WILDTIERE IN DER STADT"

Eines der Umweltprobleme, das ich beim Camping mit meiner Familie aus der Nähe beobachtet habe, ist die rückhaltlose Vernichtung der Wälder, kriminelles Niederbrennen von Reservaten und Eindringen in dieselben. Als Konsequenz dessen vermehren sich sehr viele Wildtiere nicht mehr, können nicht jagen und Nahrung finden, und manche werden zu Stadttieren im verzweifelten Kampf ums Fressen. Eine große Zahl an Arten (Halbaffen, Meerkatzen, Sperber, Wölfe, Einhörnchen u. a.) sind dazu gezwungen, ihr Habitat zu verlassen und sich auf den Müllhalden, an verseuchten Flüssen etc.anzusiedeln. Man kann sie sogar schon in einer so riesengroßen Stadt wie Sao Paulo sehen.
LÖSUNG: Sich zu einer umfassenden Bewußtmachungsarbeit zusammenschließen, welche schon in den Schulen beginnen muß.
SPERBER IN IHRER NATÜRLICHEN UMGEBUNG" (Minas Gerais, 1997)
Es ist traurig, daß man diese schönen Tiere heute auf den Müllhalden der Städte antreffen kann, wo sie irgendwelche Nahrung zum Überleben suchen.
"HALBZAHME WÖLFE" (Minas Gerais, 1997)
Diese Wölfe leben noch frei, aber der Nahrungsmangel zwingt sie dazu, nachts durch das ehemalige Seminar von Caraça (Minas Gerais) zu streifen - heute als Hotel betrieben - um Fressen aus den Händen der Urlauber zu bekommen, als ob sie Haustiere wären.

Ana Marái Vasques Santos

Ana María VASQUES SANTOS
San Salvador - EL SALVADOR
"ÖKOLOGISCHE PROBLEME UND DEREN LÖSUNG IN EL SALVADOR"

Für lange Zeit wurde El Salvador um seine Artenvielfalt und üppige Vegetation, seine Berge und Vulkane, seine sauberen Flüsse und Quellen, die sich auf ein Gebiet von 21.000 Km2 erstrecken, beneidet. Heute ist viel von dieser Schönheit verlorengegangen, die Flüsse, Seen und das Meer sind verschmutzt und der Erosionprozeß hat deutlich zugenommen. Es ist ein üblicher Anblick, durch Menschenhand verbrannte und/oder ausgebeutete Erde zu finden. Das Abbrennen von Boden ist eine schädliche, bei unseren Bauern gebräuchliche Methode zu Beginn der Saatzeit für Mais, dem Grundnahrungsmittel unserer Bevölkerung. Auch das Niederbrennen zum Vergnügen, aus Ignoranz oder durch einen Unfalls tragen dazu bei, El Salvador in das am wenigsten bewaldete Land Lateinamerikas zu verwandeln.

Iza Helena Costa

Iza Helena COSTA
Bauru SP - BRASILIEN
"DIE LIEBE ZU DEN TIEREN: EINE ÖKOLOGISCHE PFLICHT VON GROSSER BEDEUTUNG!"

Durch die Straßen zahlloser lateinamerikanischer Städte streunen Tausende von schutzlosen Tieren. Das ist ein großes Problem und die einzige Lösung ist die Liebe: schutzlose Tiere beschützen und aufnehmen, Tierschutzgruppen unterstützen. XUXA, die kleine Hundedame auf dem Foto, war eine verlassene Welpe, die bei mir ein neues Zuhause fand. Tiere aus Fleisch und Blut geben die Liebe, die man ihnen entgegenbringt, doppelt zurück, was Plüschtiere nicht können!

Ramon Reinaldo Aragao

Ramon Reinaldo ARAGAO
Barreiras BA - BRASILIEN
"INDUSTRIELLE PRODUKTION IN DER LANDWIRTSCHAFT: SEHR GUT, ABER WIE LANGE TRAGBAR?"

Das Foto zeigt eines der weitestverbreiteten Probleme auf dem Land. Eine große Fläche, auf der Soja angebaut wird, ohne die geringste Rücksichtnahme auf die Erhaltung der ursprünglichen Vegetation oder die Wiederaufforstung. Ein typisches Beispiel für den Mangel an ökologischem Bewußtsein!
"DIE NEUTRALISIERUNG DER EROSION IN DEN FLUSSBECKEN"
Um die Erosion an den Ufern des Rio Grande - westlich von Bahia, Brasilien - aufzuhalten, wandte man eine wirksame rudimentäre Lösung an: Säcke vollgefüllt mit Sand aus demselben Fluß wurden an den Ufern aufgestellt und bildeten so eine Schutzschranke gegen die Erosion.

Ramón F. Avalos

Ramón F. AVALOS
Santa Fe - ARGENTINIEN
"BEWUSSTSEINBILDUNG, DER GROSSE SCHRITT"

Solange die Menschen nicht zusammenarbeiten, werden weiterhin Dinge wie auf diesem Foto passieren, das einen Müllabladeplatz zur Auffüllung des Bodens zeigt. Das Material wird nicht getrennt und man verwendet sogar Behälter von Insektiziden, Pestiziden, Pflanzenschutzmitteln oder Unkrautvertilungsmitteln, die nicht nur die oberen Schichten verschmutzen, auf denen sich Leute bewegen, die Gegenstände zum Verkauf suchen, sondern auch die unterirdischen Quellen, die in Flüsse oder Bäche münden, welche dann in vielen Fällen als Trinkwasser verwendet werden.
"RECYCLING, DIE DRINGEND NOTWENDIGE LÖSUNG"
Es ist notwendig, daß sich die Behörden und die Unternehmer der Notwendigkeit und Vorteile des Recyclings in Lateinamerika bewußt werden. Das Recycling von Plastik bietet z.B. große ökologische Lösungen an, qualitativ hochwertiges und preiswertes Material für die Industrie, die Bauwirtschaft, die Energiewirtschaft und andere Anwendungsgebiete. Es ist auch eine Möglichkeit, zu Erhaltung der Wälder beizutragen.

Sabine Brandstätter

Sabine BRANDSTÄTTER
Wien - ÖSTERREICH
"GRACIAS A LA VIDA"

Unsere zivilisierten Gestaltungmaßnahmen zerstören die natürlichen Gegebenheiten der Erde. Wir asphaltieren, zementieren, betonieren, begradigen, verbarrikadieren - und weisen alles Lebendige, Wilde, Wuchernde in Schranken, die, von Menschen erdacht, installiert und mit Gewalt verteidigt, keinerlei Ehrfurcht und Demut vor der Schöpfung bezeugen.
Doch die Natur läßt sich (glücklicherweise) nicht so einfach verbieten oder zurückweisen. Das Leben gewinnt, muß gewinnen, wird aus dem Kampf siegreich hervorgehen und zurückerobern, um wiederherzustellen, was uneinsichtige, gierige, gewinnsüchtige Menschen an der Erde verbrochen haben.

Dora Elena Fierros Martinez

Dora Elena FIERROS MARTINEZ
Tuxtla Gutiérrez (Chiapas) - MEXIKO
"DER ZOOMAT VON TUXTLA GUTIERREZ"

Dieser Tiergarten zeigt die regionale Flora und Fauna und hat dabei das natürliche Habitat seiner Bewohner respektiert (na ja, die Katzen haben sehr wenig Platz ...) Man lehrt mit der Natur zusammenzuleben, sie zu verstehen und zu respektieren. Es gibt Kurse für alle Altersgruppen über das Zusammenleben ohne Unterscheidung von Stand und Rasse (die bei uns sehr üblich ist), Ernährung, vernünftigen Gebrauch von Wasser, Trennung von organischen und anorganischen Materialien, Wiederverwertung, Verwendung von chemischen Reinigungsmitteln, Pflege von Grünzonen und Parkanlagen, Wartung von Autos, Energiesparen, Pflege von Haustieren, usw.

Armando Dimate Diaz

Armando DIMATE DIAZ
Fusagasugá - KOLUMBIEN
"ANGRIFF AUF DIE NATUR"

Brandlegung, um in der Gebirgslandschaft von La Macarena (Naturreservat im Osten von Kolumbien) Kulturpflanzen anzubauen.

Teresa Prinzo de Favianes

Teresa PRINZO de FAVIANES
Salto - URUGUAY
"ÖKOLOGISCHE WANDERUNG"

"Colón schützt die Umwelt und demonstriert das auf einer Wanderung" liest man auf dem großen Transparent. Gemeinsam mit argentinischen und brasilianischen Touristen haben wir eine "ökologische Wanderung" organisiert, als eine Möglichkeit, unsere Kinder, Enkel und die breitere Öffentlichkeit zu sensibilisieren und zu erziehen. Wir werden noch mehr organisieren, um schnelle Lösungen für dringende Umweltprobleme zu finden.

Hiltraud Oberhammer

Hiltraud OBERHAMMER
Salzburg - ÖSTERREICH
"RASEN = TOTES LEBEN"

Brav geschnittene, einheitliche Hecken und öder Rasen ist weder Augenweide noch Tummelplatz für Insekten, Schmetterlinge und Vögel. Biologen sagen, Rasen sei nicht mehr wert als Beton oder Asphalt.
Alternative ist lebender Zaun (gemischte Hecke) und Schmetterlingswiese.

Victor Hugo Martinez

Víctor Hugo MARTINEZ
La Unión - EL SALVADOR
ASUMA
(Vereinigung zur Verteidigung der Umwelt)
"VERSCHMUTZUNG IM GOLF VON FONSECA"
Man nimmt an, daß die Bucht von La Unión im Golf von Fonseca die am stärksten verschmutzten Küsten des Pazifiks aufweist. Es fließt ständig das Schmutzwasser der Hafenstadt La Unión zu, die mehr als 40.000 Einwohner hat. Auch die Industrieabwässer werden in die Bucht geleitet, feste Abfälle und Pestizide, die in der Landwirtschaft verwendet und vom Regenwasser mitgeschwemmt werden.
"MÖGLICHE LÖSUNGEN FÜR DAS PROBLEM DER UMWELTVERSCHMUTZUNG IM GOLF VON FONSECA"
- Klärung der Abwässer
- Reinigung der Bucht von La Unión
- Umwelterziehung in allen Bereichen

Mariel Mercedes Baroni

Mariel Mercedes BARONI
Comuna de Gobernador Crespo - ARGENTINIEN
"DIES IST DIE DERZEITIGE SITUATION DER MÜLLHALDE DER GEMEINDE ... ABER DAS WIRD SICH BALD ÄNDERN!"

In meiner kleinen Gemeinde ist es zum Glück schwierig, Umweltprobleme zu finden, weil wir beinah auf dem Land leben, und wenn irgendeines auftaucht, wie mit dem Müll auf den Fotos, versuchen wir gemeinsam, es zu lösen. Die Gemeindeverwaltung wird demnächst eine Pilot-Anlage zur vollständigen Eliminierung des festen Abfalls errichten. Jede Familie des Dorfes wird den Müll in zwei Säcke aufteilen: einen mit organischem Abfall und einen mit dem Restmüll, welcher händisch in der Aufbereitungsanlage sortiert wird. Wir werden alles nutzen: Glas, Papier, Metall, Plastik, und der Bioverwerter wird den organischen Abfall in Gas, Energie und hochwertigen Dünger verwandeln. Wir sind glücklich, denn es wird die erste Anlage sein, die es im Umkreis von 300 km gibt!

Percelio Julia Toledo

Percilia Julia TOLEDO
Brasilia D. F. - BRASILIEN
"DIE TIERE IN IHRER NATÜRLICHEN UMGEBUNG".

a.- Das natürliche Habitat jedes Tieres muß bewahrt und besonders die Lebensweise eines jeden muß respektiert werden. Wenn man ein wildes Tier in einem Zoo oder in einem Reservat unterbringt, muß die erste Richtlinie lauten: respektiere seine natürliche Umgebung!
b.- Die Ernährungsgewohnheiten der Tiere müssen beachtet werden. Die Interessen der Industriellen dürfen die Regeln der Natur nicht verletzen. Das Vieh muß weiterhin zu den pflanzenfressenden Säugetieren gehören! Hoffentlich dienen die Schweinepest in Europa und die jüngste Katastrophe in England, die BSE-Seuche, die durch Fütterung des Viehs mit Konzentraten auf der Basis von tierischen Abfällen (Knochen, Eingeweide, usw.) verursacht wurde, der ganzen Welt als Lektion!

Rückseite: Früchte des Ñangapiri. Projekt: "DER WALD ALS NAHRUNGSQUELLE FÜR MENSCH UND TIER", Mónica DIAZ / Eloi CUCIT, Reconquista - ARGENTINIEN
AUSSTELLUNG UMWELTFOTOGRAFIE
Eine Auswahl der Fotos vom 1. Wettbewerb für Umweltfotografie XICöATL als Wanderausstellung zu verleihen!!!

" 38 Foto- und Texttafeln.
" Zusätzliche Materialien für Lehrer.
" Fragenbögen für Besucher, Schuler und Studenten.
" Bücher und kunsthandwerkliche Gegenstände aus Lateinamerika als Preise für ausgefüllte Fragenbögen.
" Workshops und Vorträge über lateinamerikanische Umweltprobleme.

Für Schulen gibt es Möglichkeiten, einen erheblichen Beitrag für die Ausrichtung der Ausstellung aus öffentlichen Mitteln zu erhalten!!!

Ausstellung am Institut für Didaktik der Naturwissenschaften der Universität Salzburg.

Ausstellung am BG St. Johann/Pongau.

Ausstellung am BG Hofgastein.

Nähere Informationen dazu:
YAGE
Moosstr. 7/18 (heutzutage Schießstattstr. 44)
A-5020 Salzburg
Tel./Fax: 0662/825067

Mit der Unterstützung von:

 

BMUJF

Landesregierung Salzburg

Magistrat Salzburg

 

Forum Umweltbildung

Südwind Agentur Salzburg

Druckerei Oberholzner

El Inka

Alpenverlag

Höllrigl