XICöATL: Ausgabe 79
Die besten Arbeiten des 2. Wettbewerbs für Umweltfotografie XICöATL
VORWORT "YAGE, Verein für lateinamerikanische Kunst, Wissenschaft und Kultur" hat im Jahr 2006 den 2 Wettbewerb für Umweltfotografie XICóATL, unter der Schirmherrschaft der Salzburger Landesregierung und des Magistrats der Stadt Salzburg veranstaltet. Es nahmen 72 FotografInnen mit 288 Fotos aus 17 Ländern, nämlich aus Argentinien, Brasilien, Chile, Deutschland, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Honduras, Kolumbien, Mexiko, Nicaragua, Österreich, Peru, Portugal, Schweiz, Spanien und Uruguay, teil.
Die Preise: Es gab 4 Preise à € 200 für Probleme u/o Lösungen, und 3 Preise á € 200 für künstlerische Fotografie. Außerdem, Ehrenurkunden für die besten Werke.
Die Jury setzte sich wie folgt zusammen: - Dr. Susanne Stadler, freiberufliche Biologin, Ornitho-login, sie führte Forschungsarbeiten in österreichischen Naturwaldreservaten durch, arbeitet seit 1993 im Referat "Naturschutz-Fachdienst" der Landesregierung Salzburg; - Michael Mauracher, Lehrbeauftragter für Fotografie an Universität "Mozarteum" in Salzburg und Honorarprofessur an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, selbst Fotograf, zahlreiche Ausstellungen und Publikationen, Vorstandsmitglied des Clubs Fotohof Salzburg; - Walkala, lateinamerikanischer Maler und Graphiker, Hobbyfotograf, Liebhaber und Schützer der Natur.
Die Jury entschied die Preise an folgende Arbeiten und Fotografen zu vergeben: Umweltprobleme: - "Das Gefängnis des Schreckens" von Roberto GARCÍA aus Argentinien, - "Schiffsfriedhof" von Óscar GARCÍA GERMÁN aus Argentinien. Lösungen für Umweltprobleme: - "Der Wert der gemeinschaftlichen Aktion" von Carlos VINUEZA MONTÚFAR aus Ecuador, - "Die Insel, Quelle des Lebens" von Eloy Luis CUCIT aus Argentinien. Künstlerische Fotografie zu einem ökologischen Thema: - "Modernität vs. Tradition" von André BOTO aus Portugal, - "Der Wert des Wassers" von Viviana MARTÍN, María de los Ángeles PASCUAL, Susana COMEZAÑA und Julieta CHIAPPANO aus Argentinien, "Achtlos!" von Gisela BRECHENMACHER aus Deutschland. Die Vorstandsmitglieder und die übrigen Mitglieder von YAGE danken den Teilnehmern, der Jury und all jenen, die in Österreich, Europa, Lateinamerika und in der Karibik die Durchführung dieses Wettbewerbs ermöglicht haben. Dr. Luis Alfredo Duarte-Herrera.
Siegarbeiten des 2. Wettbewerbs für Umweltfotografie XICöATL "Ziehender Stern"
MODERNITÄT VS. TRADITION
André BOTO Silves - PORTUGAL E-Mail: andreboto@hotmail.com
Ein starker Kontrast, sehr präsent und real unter denen, die wir heutzutage finden können, wenn wir die kleinsten Details beobachten, die uns in der Natur umgeben. Auf diesem Bild kann man außerdem die Auswirkungen beobachten, die Umweltverschmutzung und menschliche Unachtsamkeit auf die Natur haben. Dieses Problem könnte durch die Anstrengung der gesamten Bevölkerung und der regierenden Kräfte gelöst werden.
DAS GEFÄNGNIS DES SCHRECKENS
Roberto Garcia Buenos Aires - ARGENTINIEN E-Mail: liberenlasorcas@yahoo.com.ar
Für mich sind diese Fotos sehr schlimm, da ich einen Großteil der Tiere, die ich in so schlechter Verfassung in den Käfigen sah, auch in Freiheit kenne. Auf meiner Reise durch Misiones, die ich gemeinsam mit meiner Frau unternahm, konnten wir aus der Ferne auf dem Macuco-Pfad (Iguazú-Naturpark) eine Gruppe von Affen beobachten und waren fasziniert von dem Naturschauspiel. Darum schmerzt uns diese qualvolle Gefangenschaft und der Gedanke, dass dies und noch viel Schlimmeres auf der ganzen Welt geschieht: Auf der Insel Mauritius existiert beispielsweise eine viele Millionen schwere Großindustrie, die sich der Zucht von Affen widmet, die in Käfigen und unter den erbärmlichsten Bedingungen gehalten werden, um sie dann weltweit - vor allem als Versuchstiere an die Labors der industrialisierten Länder - zu exportieren. Ein einziges dieser Bilder sagt mehr als tausend Worte, darum füge ich dem nur eines hinzu: Die Gefangenschaft ist schlecht, außer um eine Spezies zu erhalten und sie wieder in ihrer natürlichen Umgebung anzusiedeln. Es gibt keine wie auch immer geartete Notwendigkeit, Tiere unter für sie schändlichen Bedingungen zu halten; und wenn wir schon daran denken, sie in Gefangenschaft zu halten, sollten wir ihnen jede nur mögliche Annehmlichkeit und die beste Pflege zuteil werden lassen und ihnen nicht diese Friedhöfe voll lebender Leichen zumuten. Ich hoffe, dass sich das in naher Zukunft ändert und dass wir auf keinem Ort der Welt mehr solche Bilder sehen müssen. Ich leite ein Foto-Projekt, das sich die Bewusstmachung dieses Problems zum Ziel setzt. Mehr Information darüber gibt es auf derInternet-Seite www.faunalibre.com.ar.
DIE INSEL, QUELLE DES LEBENS
Eloy Luis CUCIT Reconquista (Sta Fe) - ARGENTINIEN E-Mail: educom@incupo.org.ar
Im Jahr 2001 begannen in der Gemeinde von Puerto Reconquista (Santa Fé, Argentinien) einige Familien, die Gemeindeverwaltung und eine NGO (das Institut für Volkskultur - INCUPO) mit der Entwicklung eines Gemeinschaftsprojekts zur Sanierung einer für die Bewohner der Region typischen Kulturtradition: des kommerziellen Fischfangs, der einer der Gründe für den deutlichen Rückgang der Fischbestände im Paraná und seiner Zuflüsse ist. Schon bald erkannte man die Folgen und es wurde immer klarer, dass Alternativen zur Produktion gefunden werden mussten, die es den beteiligten Familien erlauben würden, ein menschenwürdiges Leben zu führen und sich weiter zu entwickeln, die aber gleichzeitig den Naturschutz berücksichtigten. Aus diesem Prozess heraus wurde ein Produktionsvorhaben auf der Insel La Fuente ins Leben gerufen, einige Minuten flussabwärts von Puerto Reconquista, im San Jerónimo-Bach.
Wie auf vielen dieser Inseln, gibt es auch dort viele Naturschätze: fruchtbaren Boden, vielfältige und üppige Vegetation, natürliches, reichlich vorhandenes Grünfutter, Holz für die Infrastruktur oder als Energiequelle, Bergfrüchte, Honig und Waldtiere. Mit der Erlaubnis, das Land bebauen zu dürfen, machte sich im Jahr 2003 eine Gruppe von Familien mit ihren wenigen Habseligkeiten auf den Weg in Richtung Insel. Heute, im Jahr 2006, können die ungefähr zehn Familien, die sich schon auf der Insel niedergelassen haben, eine abwechslungsreiche, gesunde und qualitativ hochwertige Obst-, Gemüse- und Farmproduktion vorweisen, die außerdem eine gewisse eigenständige soziale Organisation unter Berücksichtigung der Notwendigkeiten aufweist.
Salat, Chili, Basilikum, Zwiebeln, Karotten, Mangold, Knoblauch, Petersilie, Maniok, Mais, Erdnüsse, Süßkartoffeln, Kürbisbäume, verschiedene Sorten Bohnen, Zuckerrohr, Kochbananen, Obstbäume etc. erzählen von der Fruchtbarkeit des Inselbodens und den Anstrengungen der Bewohner. Zusätzlich zu diesem Anbau, der den Bedarf der Familien deckt, werden Nutztiere wie Hühner, Enten, Schweine und Ziegen gehalten, außerdem werden Bienen gezüchtet. Der Überschuss wird am Hafen und in den Vierteln von Reconquista verkauft, oder die Inselbewohner tauschen ihre Waren bei Sportfischern oder Flussschiffern gegen Handelsgüter wie Zucker, Nudeln, Mate, Mehl, Öl.
Die Produktion wird von Aktivitäten unterstützt, die dem Gesamtfortschritt sowohl des Projekts als auch der Familien dienen: technische Unterstützung,Diagnose der Ressourcen, Schulungen in Organisation und Geschäftsführung, Unterricht über Nähr- und Heilpflanzen, Böden, Fütterung und Ernährung. Mit dem Fortschritt des Projekts fanden auch andere Einwohner aus den Vierteln von Reconquista, die ohne Arbeit oder auf der Suche nach menschenwürdigerer Beschäftigung waren, auf der Insel La Fuente die Möglichkeit für eine persönliche, familiäre und gemeinschaftliche Weiterentwicklung. Als Teil der organisierten Arbeit bemühen sich die Familien intensiv um: einen Gemeinschaftsraum, eine Filialschule - die bereits von den Schulkindern besucht wird -, eine Erste-Hilfe-Station, ein Wassernetz, das aus dem Fluss gespeist wird, und eine Funkstation.
Trotz Schwierigkeiten, einem Kommen und Gehen, Abtrünnigen und neuen Begleitern zeigt die Erfahrung, dass es möglich ist, Alternativen, die wirtschaftlich, sozial und in Bezug auf die Umwelt vertretbar sind, einer extraktiven Kultur gegenüberzustellen, die natürliche Ressourcen ausbeutet. Aber das Wesentliche ist, dass die Insel La Fuente mit diesem produktiven Projekt heute für die beteiligten Familien eine Quelle der Ernährung, aber vor allem der Freude, der Begegnungen, der Ideen und Träume, der Freiheit und der Suche nach einer besseren Zukunft ist, ausgehend von der eigenen Anstrengung und im Einklang mit der Natur.
DER WERT DES WASSERS
Viviana MARTÍN, María de los Ángeles PASCUAL, Susana COMEZAÑA und Julieta CHIAPPANO Neuquén - ARGENTINIEN E-Mail: arcoiris1@speedy.com.ar
Als Einwohnerinnen Patagoniens können wir den immensen Reichtum des Süßwassers aus unseren wasserreichen Flüssen genießen. Wir kennen aber die Auswirkungen der Kontamination, die durch die Ausbeutung seitens der Erdöl- und Bergwerksindustrie, die Konzentration von Agrochemikalien und die Folgen der Abwasserentsorgung entstehen. Unsere Fotos wollen den Wert des Wassers in Erinnerung rufen: in unserer Erde, die Wasser ist in unserem Körper, der Wasser ist in unserem Bauch, der Wasser ist, denn unsere Zukunft hängt von ihm ab, denn das Leben hängt vom "süßen Wasser" ab.
SCHIFFSFRIEDHOF
Óscar GARCÍA GERMÁN Necochea, Buenos Aires - ARGENTINIEN E-Mail: garciagerman@argentina.com
Der Hafen von Mar del Plata (Buenos Aires, Argentinien) wies Nachteile in seinen operativen Bereichen auf, deren Ursache in der großen Anzahl von ausrangierten Schiffen lag. Daher wurde ein Projekt zur Errichtung einer Verankerungslinie für diese Schiffe erarbeitet. Im Jahr 1997 wurden mit Mitteln der Europäischen Gemeinschaft insgesamt 41 Schiffe aus dem Inneren der Handelsdocks und -Piers wieder flottgemacht. Diese wurden dann zur Verankerungslinie für ausrangierte Schiffe gebracht. Weil die Schwimmfähigkeit von einigen dieser Schiffe sehr schlecht war, brach die Linie zusammen; die meisten sanken und schufen so das, was heute als "Friedhof der versunkenen Schiffe" bekannt ist. Im Jahr 2004 brachten die Hafenbehörden eine Herde Mähnenrobben in einen Bereich, der unmittelbar an jenen der versunkenen Schiffe angrenzt. Diese Robbenart wurde - ebenso wie alle anderen südamerikanischen Robbenarten - über mehrere Jahrhunderte hindurch wirtschaftlich ausgebeutet. Heute erholen sich ihre Bestände (die Größe der Populationen variiert je nach ihrer geografischen Verbreitung). Der "Friedhof der versunkenen Schiffe" könnte einen schweren Schlag für die Umwelt bedeuten, ausgelöst durch die Freisetzung von giftigen, festen und flüssigen Abfällen, die aus den Kielräumen von einigen der ausrangierten Schiffe stammen. Darüber hinaus stellen diese Schiffe Sammelpunkte für jegliche Art von durch den Menschen pro-duzierten Müll dar, der sich immer rascher anhäuft. Wir haben hier zwei ökologische Probleme vor uns: einerseits die Verschmutzung durch feste und flüssige Abfälle, die von den versunkenen Schiffen stammen und sich auf der Wasseroberfläche verteilen; und andererseits gefährdet der angehäufte Müll direkt die Mähnenrobben, sei es, weil sie sich in den Seilen und Eisenklammern verheddern, die sich zwischen den Schiffen ansammeln, sei es durch den Verzehr unverdaulicher Materialien. Die Fotos versuchen das Problem bestmöglich zu vermitteln. Auf ihnen kann man Folgendes sehen: Ansammlungen von Müll; Reste von Schiffsteilen und Kohlenwasserstoffe, die Verwendung der Schiffe als Liegeplätze für die Mähnenrobben und vor allem der Angriff auf die Umwelt durch den Menschen.
DER WERT DER GEMEINSCHAFTLICHEN AKTION
Carlos VINUEZA MONTÚFAR Quito - ECUADOR E-Mail: carvinueza@partenon.org
Rodung von Eukalyptus-Plantagen, die uralte Territorien der indigenen und afroecuatorianen Völker in der Küstenregion Muisne im Nordosten Ecuadors zerstören.
Anfang Mai 2006 fällten 400 Gemeindemitglieder aus Muisne einen Hektar Eukalyptus, der illegal am Ufer des Tortuga-Flusses angepflanzt worden war. Der transnationale Konzern Eucapacific hat im Gebiet von Muisne 10.500 ha Eukalyptus gepflanzt und so den Boden ausgelaugt, sodass dieser nie wieder für die Landwirtschaft genutzt werden kann; die Wasserreserven wurden verringert, die Biodiversität zerstört und tausende von Kleineigentümern der Territorien beraubt, die sie seit Urzeiten bewohnten. Heute gibt es von dem Konzern beantragte Haftbefehle gegen die Vorsteher dieser Gemeinden. Sie konnten nicht festgenommen werden, weil die Gemeinden sie beschützen. Als man die Gemeindemitglieder fragte, warum sie die Eukalyptusbäume gefällt haben, lauteten einige ihrer Antworten so:
ACHT-LOS!
Gisela BRECHENMACHER Freilassing - DEUTSCHLAND E-mail: gibre@web.de
Der Mensch zeigt sich acht-los in seinem Umgang mit der Natur. Gedanken-los werden unbrauchbar gewordene Dinge des Alltags wie auch Industrieabfälle "entsorgt". Wert- los? Problem-los?! Die Natur "schluckt" viel, aber nicht end-los!
Arbeiten, die mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet wurden.
WIEDERVERWENDUNG
Maria Regina da R. Pascoal Sudaia Taboão da Serra, SP - BRASILIEN E-mail: resudaia@bol.com.br
Ich glaube an die Notwendigkeit, dass die Bäume geschützt werden müssen, indem man ganz generell Holz von Obststeigen, Kisten, Paletten u. a. in Kursen wiederverwertet, die als fast professionelle Tischlerausbildung Jugendlichen in Vierteln der Peripherie angeboten werden.
LEISER TOD
Gerardo CRISCUOLO Buenos Aires - ARGENTINIEN E-Mail: gerardocri@chile.com
Villa Gesell ist in der Ferienzeit einer der am meisten besuchten Orte an der argentinischen Küste, dem es aber völlig an Interesse für die Umwelt mangelt. Eines Tages sah ich etwas, das direkt aus einem Dokumentarfilm zu stammen schien: Tausende und Abertausende von Muscheln, die innerhalb von 15 Jahren auf mysteriöse Weise verschwunden waren, tot und auf einer Länge von 3 km auf der Küste verteilt! Es wird angenommen, dass der Grund für dieses ökologische Desaster in der Entfernung der so genannten Antidüne wegen der Errichtung von Gebäuden in Küstennähe liegt. Antidünen sind die ersten Dünen, die das Meer ablagert und haben die Aufgabe, das Wasser der Fluten oder Gezeiten von der Stadt fernzuhalten. Darüber hinaus schafft dieser abgelagerte Sand an den Stränden das, was wir alle als Küstenneigung kennen. Die Küstenneigung ermöglicht es Tieren und Menschen, ganz leicht ins Meer und wieder heraus zu kommen. Die skrupellose Entfernung wurde vorgenommen, um Bäder und Gebäude direkt an den Strand bauen zu können. Bis zu einer Entfernung von etwa 200m von der Küste wachsen keine Bäume. Trotzdem wurde ein 2 m breiter und ungefähr 3000 m langer Strandweg vollständig aus Holz gebaut, etwa 50 cm über dem Boden. Man kann sich ausrechnen, welche Menge an Bäumen für diese in architektonischer Hinsicht stillose Konstruktion notwendig war, hinter der lediglich ein wirtschaftliches Interesse auf Grund des massiven Zustroms an Badegästen steckt. Für den Bau wurden mit Hilfe von Baggern die Reste alter Bäder abgerissen und, ausgehend von der abschüssigen Küste, eine Steigung von etwa 2 oder 3 m Höhe geschaffen; es sieht so aus, als hätte man die Stadt 30 m in Richtung Meer verlegt! Als der hölzerne Strandweg errichtet wurde, war die Küstenlinie am tiefsten und in diesem Moment tauchten die Muscheln auf, das Meer brachte sie, weil es keine Neigung gab, und als die Ebbe kam, konnten sie nicht fort. Außerdem muss die Verschmutzung des Meeres betont werden, besonders an Regentagen, wenn der Niederschlag alle Öl- und Seifenreste sowie Flüssigkeiten der Autos mit sich bringt. Einige nutzen das aus, um ihre Senkgruben zu leeren.
VERGIFTETE MILCH?
Luciano PESTARINO Buenos Aires - ARGENTINIEN E-Mail: lucip@fibertel.com.ar
Eine Kuh frisst verseuchtes Gras. Das Ergebnis wird die Rückkehr von Milch minderer Qualität sein.
FEUCHTGEBIETE ALS LÖSUNG FÜR DAS ABWASSERPROBLEM
René CLARÁ V. und Carlos CAMPOS San Salvador - EL SALVADOR E-Mail: reneclara@yahoo.com und cgcampos_2@yahoo.com
Die Abwässer der Städte vergiften die Umwelt und verursachen gesundheitliche Schäden in der Bevölkerung. Eine Lösung des Problems besteht in der Anlage von "FEUCHT-GEBIETEN" durch Pflanzen, Oberfläche und Sonnenlicht, die diese Abwässer in giftfreies Wasser verwandeln.
KONTAMINATION DES WASSERS
Mónica FERREIRÓS VILA Pontevedra - SPANIEN E-Mail: M_ferreiros@yahoo.es Das Bild entstand im November 2002 auf der Insel Ons in Galicien während der Ölpest, die der Tanker PRESTIGE verursachte.
¿WOHIN GEHEN WIR?
Raúl VILLALBA Buenos Aires - ARGENTINIEN E-Mail: raulvillalbafotos@yahoo.com.ar
Mit diesen Bildern versuche ich zu zeigen, wohin sich die Welt bewegt, mit ihren Kriegen, ihren Vergiftungen und ihren ausufernden Machtgelüsten. Vereinen wir uns und kämpfen wir, damit das nicht zur Realität wird und unsere Lebensqualität steigt.
DIE DIVERSITÄT EINER LANDSCHAFT: MONTES DE TOLEDO
María LORENTE PULGAR Toledo - SPANIEN E-Mail: chujky5@yahoo.es
Die Landschaft erstreckt sich über ein Szenario von verwinkelten, ineinander verwobenen Nischen, fast undurchdringlichen, steinigen und felsigen Abschnitten, mäandernden Flüssen und Bächen, die auf ihrem Weg durch die Täler Angelpunkte einer reichhaltigen biologischen Gemeinschaft sind,zwischen Meeren aus Getreide und kultivierten Waldebenen, zwischen kristallklarem und lebendigem Bergwasser, dem Glanz des Mondes, der die Silhouetten der Bäume schwarz konturiert und dem brennenden Morgen, der eine Bergkette umreißt; inmitten dieser Umgebung: eine beneidenswerte Vegetation und Fauna.
SÜSSES GEFÄNGNIS
Golgi Darío ALVAREZ Tegucigalpa - HONDURAS E-Mail: galvarezhn@gmail.com
Das Bild ist ein Ausdruck der Wirklichkeit unserer Völker: Pittoreske Umgebungen, Träume aus wunderschönen Farben inmitten von Stacheldrahtzäunen.
ENTSORGEN SIE RICHTIG!
Sindamanoy DUARTE-HERRERA Salzburg - ÖSTERREICH E-mail: sindamanoy@gmx.at
"Plastikflaschen bitte flachdrücken, den Boden umknicken und Flasche offen lassen oder Flasche zusammendrücken und wieder verschließen. Vielen Dank". Aber fast niemand beachtet diese Aufschrift. Das Problem bei den gelben Plastikflaschencontainern ist, dass sie ganz schnell voll werden und mehrere Benutzer können nicht ihre Plastikflaschen richtig entsorgen. Ich wünsche mir, dass die Salzburger sich Zeit und Geduld nehmen, um die Entsorgung richtig durchzuführen.
SONNE IST LEBEN
Martina KUCHEN Aeschi - SCHWEIZ E-mail: martina-kuchen@gmx.ch
Sonne ist Leben und sollte für uns alle die größte Energiequelle sein.
DIE REINLICHKEIT STEIGT
Klaus BIERWIRTH Salzburg - ÖSTERREICH
Links: "Die Reinlichkeit steigt" Mülltonen im Jahr 1956 bei Bürgerspitalplatz in Salzburg. Rechts: "Omas große Wäsche (1948)"
DIE FREUDE DER NATUR
Frank Sullyvan CARDOZA RUÍZ San Salvador - EL SALVADOR E-Mail: frankcardoza86@yahoo.es
AUFLEUCHTEN DER NATUR Blatt der Art Agave americana, in den mittelamerikanischen Ländern als Agave oder Mexikanische Agave bekannt. ERWACHEN DER NATUR Blüte der Art Bombacopsis quinata, eines majestätischen Baums, der in Mittelamerika wächst.
STAUBGEFÄßE Blüte des Pilosocereus-Kaktus, einer Art, die in Mexiko und Mittelamerika heimisch ist und in trockenen Waldgebieten wächst. Diese Blüte öffnet ihre Blätter in den Nachtstunden, um einige Insekten zur Bestäubung anzulocken. Während des Tages bleiben ihre Blütenblätter geschlossen. STRAHLENDES AQUARELL Kleine Blume mit leuchtenden Farben und welken Düften, die zu visuellen Zärtlichkeiten unter der verschlungenen Mischung der Farben Grün und Brombeere einladen.
MENSCHENWÜRDIGES LEBEN IN LÄNDLICHEN GEBIETEN Ein sehr hoher Prozentsatz der Bevölkerung von Honduras lebt in Gebieten, die weit von den großen Städten entfernt sind. Im Allgemeinen verfügen diese Teile der Bevölkerung, die in schwer zugänglichen ländlichen Regionen leben, nur über wenige oder gar keine Anschlüsse. Um die Lebensqualität für diese Menschen zu verbessern, ist es dringend nötig, Projekte zur Entwicklung der Gemeinden, der Umwelt und der Produktion zu implementieren, die Einkünfte schaffen, die eine Verbesserung der Wohnungen und Anschlüsse erlauben.
DIE SCHLUCHT "LA ZOMPOPERA" Die Schlucht "La Zompopera" befindet sich neun Kilometer von der Gemeinde La Palma, Departement Chalatenango, im Norden von El Salvador. Sie bedeckt eine Fläche von ungefähr 1.080 m2, ist mehr als 500 m tief und 550 m breit. Es ist die größte Schlucht Mittelamerikas und entstand 1946. Laut älterer Bewohner, die in der Gegend leben, hatte die Schlucht anfangs nur eine Länge von 6 m. "Wenn sich damals jemand darum gekümmert hätte, eine Schutzmauer zu bauen, hätte das Phänomen nicht die heutigen Ausmaße erreicht". Der größte Teil der Schutzmaßnahmen hat das Stadium von Studien nicht verlassen. Es finden ständig Erdrutsche statt, die durch Erdbeben und Regenfälle verstärkt werden. Dadurch versiegen zahlreiche Flüsse der Region, was wiederum eine nahe gelegene Talsperre gefährdet. Rasches Handeln ist notwendig, denn mehrere Gemeinden der Region sind bedroht. Um die Arbeiten umzusetzen, werden über 5 Mio $ benötigt, und die Finanzierung hierfür zu bekommen, ist eine sehr schwierige Aufgabe. Hoffentlich können internationale Spender die Arbeiten unterstützen.
ENTWALDUNG DES NEBELWALDES Die Entwaldung in den mittelamerikanischen Ländern schreitet immer weiter fort. Einige der Faktoren, die zur Verstärkung dieses Problems beitragen, sind die Migrationslandwirtschaft, die extensive Viehwirtschaft und die Gewinnung von Farbholz in den höher gelegenen Zonen. Auf dem Foto ist der Berg La Libertad in Atlántida (Honduras) zu sehen, der ganz in der Nähe des Nationalparks Pico Bonito liegt. Dieser Berg wird Stück für Stück immer weiter entwaldet. Es handelt sich um ein Nebelwald-Gebiet, das vor allem der Gewinnung von Farbholz dient. In den letzten Jahren haben viele Berge, die an Reservate oder Nationalparks angrenzen, direkt unter den Aktivitäten des Menschen gelitten, durch die große Bereiche natürlichen Urwaldes dezimiert wurden.
VERGIFTUNG DES ORINOCO IN PUERTO CARREÑO, KOLUMBIEN Francisco FAJARDO GUTIÉRREZ Bogotá - KOLUMBIEN E-Mail: pacho_fajardo@yahoo.es
Trotz der Anstrengungen der Schulen der Stadt und des Zentrums für Umwelterziehung CEA (Centro de Educación Ambiental), die der Aufklärung dienen, findet eine unkontrollierte, groß angelegte Einleitung von giftigen Stoffen in den Orinoco bei Puerto Carreño, der Hauptstadt des Departements Vichada in Kolumbien statt. Häuser ohne entsprechende Abwasser-Anschlüsse und noch viel weniger entsprechende Wasseraufbereitungsanlagen; zahlreiche Motorboote, die so giftige Stoffe wie Motoröl und dazu noch große Mengen an Abfall in den Fluss leiten, haben diesen in eine Kloake verwandelt.
Zwei Bongos am Abend. Quelle der Erhaltung für Fischer, Händler und Transporteure der Region, aber auch Quelle der Kontamination für den Fluss. Ich möchte die Bongos nicht stigmatisieren, sondern die Aufmerksamkeit auf einen geeigneten Umgang mit den toxischen Substanzen lenken, die zur Betreibung der Boote nötig sind.
Jugendliche aus Carreño. Das Fernsehen, die Gewohnheiten, die aus den Großstädten kommen, neue Sorgen und Notwendigkeiten kommen Tag für Tag auf die Jugend zu, sodass sie den natürlichen Reichtum vergessen, von dem sie umgeben sind.
Botschaft - "Wenn die Tiere des Flusses sterben, stirbt der Fluss und wir mit ihm." Eine wichtige Botschaft, die dabei ist, sich in eine fatale Vorhersage zu verwandeln.
BENUTZER
Guillermo Antonio VALLE PEREIRA Carahue - CHILE E-Mail: Guillermo.valle.p@gmail.com
ERBE ...
Azalia Lizbeth CARRILLO DUARTE Chiquimula - GUATEMALA E-Mail: azalializbeth@hotmail.com
Die Ausbeutung der Natur trägt zum Versiegen der Wasserquellen bei. Ist das das Erbe, das wir den zukünftigen Generationen hinterlassen?
INVASION DER STÄDTE DURCH TIERE DES WALDES
Patrick HAINFELLNER Ilha Solteira - SP - BRASILIEN E-Mail: tricktreck@hotmail.com
Als Ergebnis von nicht-nachhaltigen menschlichen Aktivitäten wurde ein Großteil der Atlantischen Wälder zerstört; in dem Maß, wie sich die großen urbanen Zentren weiter ausbreiten, raubt die Peripherie den Tieren ihre Lebensräume. Das Ergebnis ist ein fortschreitender Rückgang, der in der biologischen Gemeinschaft nur schwer umge-kehrt werden kann. Um die Fauna zu schützen, wurden Schutzzentren und Reservate geschaffen, die sich mit der Zeit zu Inseln von Lebensräumen verwandelt haben, die in einem "Meer" oder einer feindlichen Umgebung, die vom Menschen, seinen Straßen, Eisenbahnen, Kanälen etc. beherrscht wird, existieren. Die Reservate waren schnelle Lösungen zur Vermeidung des Aussterbens endemischer Arten, aber wegen des "Grenzeffekts" verloren sie ihre natürlichen Eigenschaften und die Tiere begannen, Rückzugsgebiete und alternative Nahrung in urbanen Zentren zu suchen. Es gibt noch Lösungsansätze, aber sie müssen so schnell wie möglich in die Tat umgesetzt werden: Die bereits existierenden Reservate müssen durch ökologische Korridore miteinander verbunden werden; diese Korridore bestehen aus Bäumen und Pflanzen, die in der Region heimisch sind und die Inseln miteinander verbinden, damit die Tiere nicht mehr in die Städte abwandern. Bei der Schaffung neuer Reservate müssen bevorzugt geschlossene an Stelle von fragmentierten Arealen geschaffen werden; es ist besser ein großes Gebiet zu haben (ein Areal von 350 ha ist lebensfähiger als zwei von 200 ha), um den Grenzeffekt zu vermeiden.
Etwas, das sehr hilfreich ist und noch verbessert werden kann, sind die Arbeitsbedingungen der Schutzzentren. Auf den Bildern sieht man die Ergebnisse meiner Arbeit im Bereich der Schlangenzucht sowie der Biometrie und Analyse verletzter Tiere, die in städtischen Gebieten gefunden wurden; Arbeiten wie diese müssen gefördert werden, um das Überleben der Tiere zu garantieren, deren Lebensräume besetzt wurden.
DIE FEUCHTGEBIETE WERDEN UNS RETTEN
Kreativwerkstatt "La Aventura de Escribir" (Delia Roselló , Magdalena Venturiello y Oranuve Fernández) Montevideo - URUGUAY E-Mail: rosauro@adinet.com.uy
Die Feuchtgebiete sind verschwunden, trockengelegt durch den Menschen, um produktive Böden zu gewinnen. Die Umgebung ist dadurch verdorrt, leblos, die Vögel sind fortgezogen. Die Pflanzen, die den Angriff überstanden haben, sind die harten Gräser, die Waldblumen haben nicht überlebt. Es sind keine Fische mehr zu sehen, die den Bachlauf von einem Ende zum anderen entlang schwimmen, stattdessen findet man alle Arten von Abfällen. Wir beziehen uns auf den Arroyo Carrasco, einen Bach von 14 km Länge und einem Bett, das 173,3 km³ fasst und die natürliche Grenze zwischen den Departements Canelones und Montevideo in der Republik Östlich des Uruguay bildet. Die hohe Kontamination, die der Arroyo Carrasco derzeit aufweist, macht es schon seit vielen Jahren unmöglich, den schönen Strand Miramar, wo der Bach ins Meer mündet, zum Baden zu nutzen. All diese Veränderungen in der Ökologie dieses Gebiets verdanken sich eben jener Trockenlegung der Feuchtgebiete (Sümpfe), denn diese dienten als Kläranlagen, indem sie dem Wasser feste Giftstoffe wie Quecksilber, Blei und Chrom entzogen. Sie waren ein Faktor für das Gleichgewicht in der Region, da sie das Wasser anderer Bäche, die schneller fließen, zurückhielten und so das Wasservolumen regulierten. Viele Unternehmen leiten illegal verseuchte Stoffe ins Wasser, wie zum Beispiel Fette, Sulfur, Chrom und Colibakterien. Die Fleisch- und Speiseölindustrie, Gerbereien und Wollwäschereien sind die Hauptverursacher der Verseuchung. In den vergangenen Jahren haben die Bewohner der Region gemeinsam mit einer NGO damit begonnen, die Situation rückgängig zu machen, aber es gibt noch viel zu tun, vor allem geht es um die Wiederbelebung der Feuchtgebiete.
GRÜNER TRAUM
Martha Elena LLANO SERNA Medellín - KOLUMBIEN E-Mail: selva@sentir.org
Der Verlust der Freiheit bedeutet für jede Spezies den Tod. Die Freiheit ist eine unbedingte Notwendigkeit, die die Entwicklung aller Sinne erlaubt und es ermöglicht, dass spezifische Zyklen einer Spezies innerhalb der Ökosysteme durchlaufen werden. Viele Tiere auf der Welt verlieren ihre Freiheit, weil ihnen Menschen die Möglichkeit nehmen, frei zu sein. Ihre Lebensräume werden bedroht und viele fallen in die Hände von Wilderern, die mit dem illegalen Handel gewisser Arten sehr reich werden. Die Tiere auf den Fotos leben im "Centro de Atención y Valoración", einem Schutzzentrum in Medellín, wohin sie per Gerichtsbeschluss gebracht wurden und wo sie vielleicht ihre Instinkte, die sie in Gefangenschaft verloren haben, wiedererlangen werden.
SCHÖNER KONTRAST
Paulo Cesar ALVES MARQUES Sao Paulo - BRASILIEN E-Mail: paulomqs@ig.com.br
Durch die Bilder ziehen sich als roter Faden üppig blühende Bäume, die im Zusammenspiel mit einer sehr symmetrischen Architektur einen spannenden Anblick bilden. Ein schöner Kontrast zwischen den Farben der Bäume, der Blumen, dem Blau des Himmels und der urbanen Architektur.
DER GESCHÜTZTE WALD VON JERUSALEM
José Luis VINUEZA MORENO Quito - ECUADOR E-Mail: jose.vinueza@gmail.com
Der geschützte Wald von Jerusalem, der einzige trockene Hochwald Lateinamerikas, liegt in der Provinz Pichincha, Ecuador. Er wird durch den Provinzrat verwaltet und ist 1100 ha groß. Sein Klima ist feucht-trocken; er gilt als Familien-Ausflugsziel: Viele Familien aus Ecuador, besonders aus Quito, verbringen hier ihre Wochenenden. Es wachsen dort zahllose Heilpflanzen, wie zum Beispiel die Agave (gegen Bronchialerkrankungen), die Drachenpflanze (für die Heilung von Verletzungen), oder der Rote Feigenkaktus (zur Heilung von Verdauungsproblemen). An Bäumen gibt es den Johannisbrotbaum (dient der Mehl- und Kaffeegewinnung) und den Quishuar, einen dicht belaubten Baum, dessen Holz sowohl gegen Feuchtigkeit als auch gegen Holzwürmer resistent ist; er wird als Bauholz vor allem in Amazonien verwendet. Die indigene Bevölkerung verwendet ihn außerdem als Arznei gegen rheumatische Schmerzen oder zur Reinigung entzündeter Wundbereiche, weshalb am Eingang zum Schutzgebiet folgender Satz zu lesen ist: "Jerusalem, wo Gott seine Kraft durch den Quishuar wirken lässt".
Isis PETRONI Mar del Plata, ARGENTINIEN E-Mail: wadosh@gmail.com
Das Foto wurde an einem Bach in La Caleta, Santa Clara del Mar, Argentinien, aufgenommen, der ins Meer fließt. An der Mündung finden sich häufig tote Fische, was sich darauf zurückführen läßt, dass die Eigentümer der Felder in der Region die Reste der verwendeten Düngemittel in den Bach schütten. Das führt zum Tod der Fische. Das mangelnde Bewusstsein spiegelt sich in den Familien und Kindern wider, die man im Hintergrund spielen sieht - so als ob es die toten Fische nicht gäbe.
VOLLMOND OHNE ROMANTIK
Luis VILLARROEL Santiago de Chile/Wien E-Mail: luisv@gmx.at
Vollmond, der einen Abfallberg beleuchtet; dem Menschen fehlt das Bewusstsein, das zu schützen, was wir haben.
TRADITIONELLER FISCHFANG GEGEN DIE GROßEN FABRIK-TRAWLER
Carlos PEREIRA Santiago - CHILE E-Mail: carlospereiraperez@gmail.com
Die Meeresökologie wird ernsthaft durch den Fischfang mit so genannten "Fabrik-Trawlern" bedroht, die einen undifferenzierten Fischfang betreiben. Sie fangen alle nur erdenklichen Spezies in unvorstellbaren Mengen. Erst danach, bereits innerhalb des Schiffs, wählen sie aus, was weiter verarbeitet wird und werfen die toten Arten, die sie nicht verwerten können, ins Meer zurück. Außerdem werden Teile des eigentlich verwertbaren Fangs ebenfalls tot wieder ins Meer geworfen, damit sie ihre Quoten genau erfüllen können. Im Gegensatz dazu betreiben die traditionellen Fischer der Caleta de Pelluhue in der Region von Maule (Chile) ihren traditionellen Fischfang mit wenigen Hilfsmitteln und versuchen, vom Verkauf ihrer Produkte zu leben. Ich zeige, wie sie ihre kleinen Boote mit einem Kran, der der ganzen Gemeinde gehört, auf den Strand befördern und sie dann mit Hilfe von Ochsen ins Meer schleppen.
WIR BRAUCHEN MEHR WASSER UND WENIGER MÜLL
Jorge MARTÍNEZ VILLASEÑOR Jiquilpan -MEXIKO E-Mail: jorge_martinez_v1@hotmail.com
Eine Lösung dafür, dass wir keine so traurigen Bilder wie auf dem Foto mehr sehen müssen, wäre die Einführung einer ökologischen Polizei, die diejenigen bestraft, die Abfall auf öffentlichen Plätzen wegwerfen.
IN EINER DER SCHÖNSTEN BUCHTEN AMERIKAS
Jorge Armando SÁNCHEZ Santa Marta - KOLUMBIEN E-Mail: peluche717@hotmail.com
Es macht mich sehr traurig, wenn ich sehe, wie jeden Tag das Ökosystem in einer der schönsten Buchten Amerikas - der Bucht von Santa Marta in Kolumbien - zerstört wird. Das Regenwasser spült verschiedensten Unrat an, der sich am Strand verteilt. Das ist der Kanal, der den ganzen Müll aus der Stadt bis ins Meer leitet. Die Stadtregierung überlegt, hier ein Gitter zu bauen und so die festen Abfälle zurückzuhalten. Diese können dann vom Personal der Reinigungsfirma eingesammelt werden; trotzdem bleibt immer noch das Problem der flüssigen Abfälle, die hochgradig giftig sind.
BRANDSTIFTUNG
Oscar MARTÍNEZ RODRÍGUEZ Vigo - SPANIEN E-Mail: omartinezfotografo@gmail.com
Anfang August 2006 wurde Galicien das Opfer eines Brandanschlags auf seine Berge. Diese Brände zerstörten Tausende von Hektar autochtoner Bergzonen und viele Häuser. Das Foto zeigt die Verzweiflung einer Frau, verursacht durch die Nähe des Feuers zu ihrem Heim. Wie man so schön sagt, ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
HIER GAB ES EINEN GARTEN
Carlos BARREIRO ORTIZ und María Angélica MEDINA Bogotá - KOLUMBIEN E-Mail: medinangelica@gmail.com
Der kolumbianische Künstler Mateo López präsentierte im August 2006 eine Ausstellung in der Galerie Casas-Regnier in Bogotá. Die Galerie befindet sich in einem Haus in einem alten Stadtviertel, das für diese künstlerische Aktivität adaptiert wurde. Ausgehend von den Originalplänen lokalisierte Mateo López den Platz, wo sich ursprünglich der Garten befunden hatte. Während der Dauer der Ausstellung füllte er die Stelle nach und nach mit Gras und Papierblättern an, die er selbst gemacht hatte. Diese Aktion ist ein Symbol für die Ablehnung einer Ersetzung grüner Zonen durch Zement und Ziegel, ein Syndrom, das in vielen Städten auf der Welt beobachtet werden kann.
SIE SEHEN AUS WIE SCHÄDLINGE, SIND ES ABER NICHT!
Rosa YAEGASHI HAINFELLNER Cotia - SP - BRASILIEN E-Mail: rhainfellner@hotmail.com
Wenn man über ein Thema wie Naturschutz spricht, ist es schwer, nicht besonders die Tiere hervorzuheben, denn diese leben doch in perfektem Einklang und leiden unter dem Ungleichgewicht, das unglücklicherweise von den Menschen geschaffen wurde. Ich möchte besonders die Reptilien und Arachniden erwähnen, von denen es heißt, sie seien giftig, schädlich und böse Vorzeichen. Sie kommen sogar als Themen in Filmen vor, die uns vor allem wegen fehlender oder falscher Information ängstigen. Deshalb ist es nötig, durch Erziehung und Bildung den biologischen Reichtum des Landes neu zu bewerten, zu erklären, dass in dem Maß, wie der natürliche Lebensraum und die Brutstätten der Kobras, Spinnen, Skorpione und anderer Tiere zerstört werden, die Umwelt empfindlich getroffen wird und die Tiere offensichtlich beginnen, sich den städtischen Gebieten anzunähern und in Ausnahmesituationen Menschen "anzugreifen". Es ist nicht nötig, Kobras und Spinnen zu mögen, sehr wohl aber, sie zu respektieren. Es ist sehr wichtig, mit einer Umwelterziehung, einer Bewusstmachung und dem Respekt für die Natur schon in der Schule bei den Kleinsten zu beginnen, damit sie eines Tages in jeder Hinsicht zu echten Bürgern werden.
ICH SCHLAFE NUR, VERÄRGERN SIE MICH NICHT!
Marìa Alejandra CURBELO CAL Atlantida - URUGUAY E-Mail: petrohue_2001@yahoo.com.ar
Mit seiner imponierenden Größe und majestätischen Erscheinung scheint der Vulkan Osorno, inaktiv seit 155 Jahren, in Erinnerung rufen zu wollen: "Ich schlafe nur, verärgern Sie mich nicht!
BLÄTTER* LEHRE
Petra RAITH Wien - ÖSTERREICH E-mail: petra_raith@hotmail.com
Die größte Lehrerin ist die Natur - was hat sich der Mensch nicht schon alles von ihr abgeschaut. In der Detailbetrachtung dieser verschiedenen Palmblätter wird ersichtlich in welch komplexen und wunderbaren Welt wir uns befinden. Struktur, Ordnung und Chaos, alles Teile die uns sowohl in der Natur als auch in unserem eigenen Leben immer begegnen. Ein Farbenspiel aus Formen und Linien - Nahrung für die Seele, ein Festschmaus für die Augen. So zeigt sie uns tagtäglich ein neues und doch altes Gesicht - ist uns Heimat und Herausforderung zugleich.
FÄDEN
Albert BOGNER Salzburg - ÖSTERREICH E-mail: yage_mailinglist@sbg.uni.cc
DIE FREIHEIT KOMMT IN PLASTIK VERPACKT UND SCHMECKT NACH ISOPOR
Wesley PEREIRA GRANGEIRO Sobradinho, DF - BRASILIEN E-Mail: wesleywesleymail@yahoo.com.br
Allgemeine Unsensibilität ist das, was wir sehen, menschliche Wesen in ihrer Gier nach dem Konsum von Industrieprodukten. Mein Vorschlag ist, durch die Kunst die Wahrnehmung der Natur als kreative und mysteriöse Kraft anzuregen.
DAS PROBLEM DER GEBRAUCHTEN BATTERIEN
ONG ECOVOLTA (Alan Alamprese, Roxana Macagno, Susana Krsul, Silvana Allende und Silvio Ruso) Buenos Aires - ARGENTINIEN E-Mail: ecovolta@yahoo.com.ar
PROBLEM: Links: Was man mit einer gebrauchten Batterie nicht machen darf. Rechts: Wasser, das von drei gebrauchten Batterien verseucht wurde. Die Flasche zeigt den Zustand des Wassers, nachdem 3 Batterien 15 Tage lang darin aufbewahrt wurden. Eine Batterie, die weggeworfen wird, verseucht mindestens 3.000 Liter Wasser. In wissenschaftlichen Kreisen spricht man von 5.000l pro Batterie, von 10.000l pro Knopfzelle und von bis zu 600.000l für eine einzige Batterie, die Quecksilber enthält.
LÖSUNG: Links: Prisma Dobleblok; Erfindung von ECOVOLTA als Lösung für das Problem der gebrauchten Batterien. Jeder Dobleblok enthält in seinem Inneren 15 AA oder AAA-Batterien (oder 145 Knopfzellen). Die Batterien werden imprägniert, indem sie in Kapseln aus Polyethylen-Terephtalat eingeschlossen werden; dann erhalten sie diese Ziegelform für jede Art von Konstruktion, die aus einer Betonmasse gewonnen wird, die 10x stärker als ein gewöhnlicher Ziegel ist. Rechts: Zwei Dobleblok-Ziegel als Buchstützen, einer davon mit einer Uhr als zusätzliche Funktion.
Ecovolta leitet Workshops an Schulen. Aus den Dobleblok-Ziegeln entstehen die Steher für die "Ökobänke", die in den Schulhöfen zur Bequemlichkeit der Schüler und als Grundlage für eine Reflexion über die Notwendigkeit des Umweltschutzes aufgestellt werden. In den Stehern werden 220 gebrauchte Batterien wiederverwendet.
IM NATURPARK ARRÁBIDA
Paulo Jorge PIRES MOITA Amora - PORTUGAL E-Mail: pmoita@est.ips.pt
Das Foto wurde im Naturpark Arrábida gemacht, einer geschützten Zone, die sich südlich von Lissabon, nicht weit von der Hauptstadt entfernt, befindet. Es ist ein Gebiet von seltener Schönheit und ökologischem Wert, wo sich Berg und Meer in erstaunlichen Landschaften treffen. Die Notwendigkeit des Schutzes der einzigartigen Flora und Vegetation der Region führte zur Gründung des Parks im Juli 1976. Trotz des gewährten Schutzes war die Zone Ziel schwerwiegender Angriffe, namentlich durch die Zement- und Papier-industrie sowie der Zentrale einer Elektrofabrik. Die gegenwärtige Regierung Portugals möchte die Zementfabrik von Outão als Verbrennungsanlage für gefährliche Industrieabfälle nutzen, eine Entscheidung, die eine heftige Polemik über die Höhe des Risikos für die Region und ihre Bewohner hervorgerufen hat. Die Rauchsäule, die zu sehen ist, stammt von der bereits erwähnten Elektrofabrik. Genau wie das Haus auf dem Foto wurde auch diese Landschaft vom Menschen im Stich gelassen...
Nicolas MINACAPILLI Montevideo - URUGUAY E-Mail: ojoyluz@gmail.com
Toxischer Atem
Die Wiederverwertung organischer Abfälle; eine nicht verschiebbare Aufgabe.
Leben auf Gummi
BAUMKAKTEEN AN DEN STRÄNDEN VON SAN JUAN DEL SUR
Silvio Joel MORA ROSALES San Juan - NICARAGUA E-Mail: Silvio_mora2003@yahoo.com
Die Schönheit der Baumkakteen an den Stränden von San Juan del Sur in Nicaragua ist unvergleichlich. Der Strand, an dem die Fotos gemacht wurden, heißt Loslamoso. Die Kakteen dort erreichen eine Höhe von über 3,5 m und sind wichtige Teile des regionalen Ökosystems. Es gibt mehr als 2.500 verschiedene Arten von Kakteen. Wenn wir dazu noch die bekanntesten Varietäten und Hybriden zählen, kommt man leicht auf mehr als 10.000 unterschiedliche Formen.
AUS DER ERSTEN WELT
Mag. Kurt Ganglbauer St. Florian - ÖSTERREICH E-mail: kurt.ganglbauer@karrernet.at
Ausstoß von Abgasen der Großindustrie in die Luft ist wesentlicher Luftverschmutzer.
Beinahe-Wracks mit ihrem hohen Abgasausstoßen werden noch immer zum Verkauf angeboten.
EINES UNSERER PARADIESE AM RANDE DES INFERNOS
Jorge Luis CONTRERAS HERRERA Cali - KOLUMBIEN E-Mail: jlcontrerash@gmail.com
Das Bergland von Macarena liegt im Departement Meta, Kolumbien. Es ist eine Naturreserve und hat den Status einer Welterbe-Region. Caño Cristales, genannt der Fluss der sieben Farben, verzaubert seine Besucher mit seinem felsigen Flussbett, das von Pflanzen aus der Familie der Podostemaceae bedeckt ist, die ihre Farben je nach dem Stand ihrer Reife wechseln. Caño Canoas ist ein weiterer Protagonist dieses wunderbaren Ortes, der ähnlich wie Cristales gestaltet ist, aber durch eine Unzahl von Wasserfällen und seine Vegetation einen besonderen Zauber hat.
Caño Yarumales ist ein perfekter Ort, um den Sonnenuntergang von einem seiner Wasserfälle aus zu beobachten. Es sieht aus, als seien seine Felsen in eine bestimmte Form gebracht worden, einzig und allein um eine paradiesische Landschaft zu formen. Diese drei Bäche sind nur einige der vielen schönen Flüsse, die es im Bergland von Macarena gibt; dazu gibt es eine Unzahl von Pflanzen- und Tierarten, von denen viele endemisch sind. Das Gebiet wird bedroht durch: - Unkontrollierte Kolonisierung, die die Rodung der Wälder und unerlaubten Anbau mit sich gebracht hat. - Den berühmten Plan Colombia unter der Schirmherrschaft der USA, der die Ausrottung der illegalen Felder vorangetrieben hat, indem sie mit hohen Konzentrationen von Gliphosphat eingenebelt wurden. Diese Chemikalie verursacht nicht nur die Entlaubung der Koka-Pflanze, sondern auch von allen anderen Waldpflanzen, die damit in Berührung kommen. Dazu kommt der Tod von zahlreichen Organismen und Hautprobleme bei der Bevölkerung. Dieses System der Ausrottung war noch nicht in Gebieten von Naturparks eingesetzt worden, aber der Staat erlaubte diese Maßnahme, die zum Verlust einer der wertvollsten Naturhauptstädte führen wird. - Die Politik des Staates, die mit ihrem neuen Forstgesetz die Ausbeutung der Wälder fördert.
MARSCH DES STROMAUSFALLS IN LEDESMA UND CALILEGUA Olga MORALES Jujuy - ARGENTINIEN E-Mail: margie73ar@yahoo.com.ar
In der Nacht des 27. Juli 1976 wurde im gesamten Departement von Ledesma, Provinz Jujuy die gesamte Stromversorgung abgeschaltet, während Polizei, Gendarmen, Soldaten und Vorarbeiter der Zuckerfabrik Ledesma (der größten in ganz Lateinamerika, Eigentum der Familie Blaquier) damit begannen, in Libertador General San Martín und Calilegua Häuser niederzureißen und auszuplündern. In Fahrzeugen der Firma Ledesma wurden mehr als 400 Arbeiter, Studenten und Professionisten zu den Wartungsschuppen der Zuckerfabrik gebracht, wo sie tage- und monatelang gefangen gehalten wurden. Nach Folter und Verhören wurden einige von ihnen frei gelassen, andere in Kommissariate oder Kasernen verlegt, wieder andere in Gefängnisse in anderen Provinzen. Dreißig Personen werden immer noch vermisst. Der Arzt Luis Arédez war der Bürgermeister von Ledesma und Ehemann von Olga Márquez de Arédez und war einer der entführten Verschwundenen. Seitdem kämpft Olga gemeinsam mit ihren vier Kindern unermüdlich in Libertador General San Martín, unterstützt von den Madres de Plaza de Mayo und von vielen Bewohnern des Dorfes, die den Mann nicht vergessen konnten, der Bürgermeister war und für die öffentlichen Rechte eintrat. Olga Arédez starb am 17. März 2005 an Bagassose, einer Krankheit, die durch die Zuckerfabrik mit der materia prima für die Papierherstellung verursacht wird: Ihre Erreger treten aus dem Zuckerrohr aus, das im Freien, mitten im Dorf, verbrannt wird und dem Bakterien zugefügt werden, damit es sich besser zersetzt. Ihre Asche wurde auf dem Hauptplatz, der Plaza Central, von Libertador General San Martín neben einer Bougainvillea (ihrer Lieblingsblume) beigesetzt, dem Ort ihres unermüdlichen Kampfes für die Verschwundenen. Der Marsch des Stromausfalls, der von Calilegua bis nach Libertador General San Martín über die Zuckerfabrik führt. Der Marsch ist etwa 10 km lang.
ANPASSUNG AN DIE UMGEBUNG
Daniela Speme MARCHIONNI La Plata - ARGENTINIEN E-Mail: dani_marchi@yahoo.com.ar
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